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Digitaler Linux-Videorekorder: VDR 1.2

DVD-Plugin

Die Quellen des DVD-Plugins bekommen Sie unter [3]. Entpacken Sie das tar-Archiv im Verzeichnis /dvb/VDR/PLUGINS/src und legen Sie einen symbolischen Link mit dem Befehl ln -s dvd-0.3.2a dvd an. Alternativ können Sie das Verzeichnis dvd-0.3.2a auch in dvd umbenennen, andernfalls wird das Plugin jedoch nicht übersetzt.

Für das DVD-Plugin benötigen Sie eine Reihe Bibliotheken, die weder SuSE 8.2 noch Red Hat 9.0 in einer ausreichend aktuellen Version beiliegen. Alle nachfolgend aufgeführten Bibliotheken werden auf die immer gleiche Weise installiert: Laden Sie das Quellpaket herunter und entpacken Sie es im Verzeichnis /dvb. Wechseln Sie in das Quellverzeichnis der jeweiligen Bibliothek und rufen Sie ./configure --prefix=/usr auf, anschließend übersetzen Sie die Bibliothek mit make und installieren sie mit make install.

Als erstes übersetzen Sie die Bibliothek liba52 von [4], danach libdvdnav von [5] und schließlich libdvdread von [6]. Wer verschlüsselte DVDs abspielen möchte, benötigt außerdem noch die Bibliothek libdvdcss von [7]. Bei Red Hat 9.0 fehlt noch das Paket automake-1.7.5-1.noarch.rpm von [8] – es handelt sich um ein Fremdpaket der RawHide-Distribution, zur Installation müssen Sie zunächst das vorhandene automake-Paket mit dem Befehl rpm -e automake --nodeps entfernen. Sind alle Bibliotheken installiert, können Sie die Plugins mit dem Aufruf make plugins im Verzeichnis /dvb/VDR übersetzen und installieren.

Start und Bedienung

Zum Start von VDR wechseln Sie in das Verzeichnis /dvb/VDR und rufen das Skript ./runvdr auf. Es werden automatisch die DVB-Treiber geladen, und VDR fragt über den Fernseher die Tastaturbelegung: Hier können Sie die gewünschten Tasten für die Bedienung von VDR über die Rechnertastatur einstellen. Dies ist für den Fall gedacht, dass Sie VDR einmal ohne Fernbedienung benutzen wollen.

Die Bedienung von VDR ist zu früheren Versionen gleich geblieben, eine ausführliche Beschreibung finden Sie in den Artikeln [9], [10] und [11], die auch auf der Heft-CD sind.

Infos

[1] DVB-Treiber und VDR 1.2.0: ftp://ftp.cadsoft.de/vdr

[2] Thomas Koch, Mirko Dölle, "Ferngesteuert", LinuxUser 12/2001: http://linvdr.org/doku/vdr-2/ sowie auf der Heft-CD unter LinuxUser/linvdr/doku/vdr-2/index.html

[3] DVD-Plugin für VDR: http://www.cs.uni-magdeburg.de/~aschultz/dvd

[4] liba52: http://liba52.sourceforge.net

[5] libdvdnav: http://dvd.sourceforge.net

[6] libdvdread: http://www.dtek.chalmers.se/groups/dvd/downloads.shtml

[7] libdvdcss: http://www.videolan.org/libdvdcss/download.html

[8] automake-1.7 für Red Hat 9.0: ftp://rpmfind.net/linux/rawhide/1.0/i386/RedHat/RPMS/automake-1.7.5-1.noarch.rpm

[9] Thomas Koch, Mirko Dölle, "Geschnitten, programmiert und bedient", LinuxUser 02/2002 http://linvdr.org/doku/vdr-3

[10] Thomas Koch, Mirko Dölle, "Alles neu!", LinuxUser 05/2002 http://linvdr.org/doku/vdr-4

[11] Thomas Koch, Mirko Dölle, "Film ab!", LinuxUser 01/2003 http://linvdr.org/doku/vdr-6

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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