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Die dritten Dimension

deskTOPia: 3d-Desktop

01.07.2003 Die reale Umwelt nimmt der Mensch dreidimensional wahr. Was spricht also dagegen, auch der täglichen Arbeit am Bildschirm eine räumliche Komponente zu verleihen? 3d-Desktop beschert Ihrer Arbeitsoberfläche eine zusätzliche, dritte Dimension.

Auf der grafischen Oberfläche benutzen Sie ihn jeden Tag, und trotzdem ist er Ihnen noch nie aufgefallen: der Pager. Das ist eines jener kleinen Programme, mit denen Sie zwischen den virtuellen Arbeitsflächen Ihres Fenstermanagers hin- und herschalten. Komfortablere Vertreter bieten dabei sogar noch eine Miniaturzeichnung der geöffneten Fenster an.

Etwas ganz anderes als diesen Einheitsbrei bietet 3d-Desktop [1]. Er kann mit nahezu jedem Fenstermanager kombiniert werden und visualisiert das Umschalten von einer Arbeitsfläche auf die nächste in dreidimensionaler Form. Anders als andere Pager präsentiert sich 3d-Desktop dabei nicht als normales Fenster. Er schaltet in einen Vollbildmodus um, in dem Sie Ihre Arbeitsflächen in verschiedenen räumlichen Anordnungen sehen.

Vorbereitungen

Wer ein solch exotisches Pager-Exemplar einsetzen will, muss dafür auch etwas tun: seiner Grafikkarte 3D-Beschleunigung beibringen.

Kasten 1: Testumgebung

Die Hardwarebeschleunigung haben wir unter Gentoo Linux mit einer nVidia GeForce2 MX/MX 400, unter Mandrake 9.0 mit Ati Rage Mobility und einer SuSE 8.2 mit diversen Grafikkarten (GeForce2 MX/MX 400, ATI Radeon M7, GeForce TNT2) getestet.

Stolperfallen

Zwei Klippen galt es zu umschiffen

  • SuSE 8.2/ATI Radeon M7: Unter SuSE gehört das (/dev/dri/card0), also die Hardwareschnittstelle für den direkten Zugriff auf die Grafikkarte, der Gruppe video. Alle Nutzer, die diese Schnittstelle nutzen wollen, müssen in diese Gruppe eingetragen sein.
  • SuSE 8.2/nVidia-Karten: nVidia liefert die aktuellen Treiber nicht mehr als RPM-Pakete aus, sondern mit eigener Installationsroutine. Diese sollten Sie verwenden, denn mit den älteren, die das YaST Online Update anbietet, gab es Probleme beim Kompilieren von 3ddesk.

Falls Sie nicht wissen, ob die 3D-Unterstützung bei Ihnen schon aktiviert ist, testen Sie das mit dem Tool 3Ddiag. Hilfe bei der Einrichtung finden Sie im Zweifelsfall in den Handbüchern Ihrer Distribution oder auf der Web-Seite Ihres Grafikkartenherstellers.

Zwar funktioniert 3d-Desktop auch ohne Hardware-Akzeleration, die Darstellung der Desktop-Wechsel läuft dann jedoch weit weniger flüssig ab. In diesem Fall verweigerte das Programm im Test jedoch die Zusammenarbeit mit einigen Fenstermanagern, darunter KDEs kwin und fluxbox. Mit waimea hingegen funktionierte die Zusammenarbeit klaglos, wenn auch etwas gemächlich.

Die Installation

Obwohl man über http://rpmseek.com/ Pakete für Mandrake und einige weitere Distributionen findet, sollten Sie 3d-Desktop selbst kompilieren. Bei der Konfiguration kann man nämlich viele individuelle Einstellungen tätigen. Zum Übersetzen benötigen Sie die Entwickler-Pakete von Mesa und freetype, darüber hinaus die imlib2-Bibliothek samt entsprechendem Development-Archiv. SuSE 8.2 liefert diese Pakete nicht mit, Sie erhalten sie jedoch unter [2]. Wollen Sie 3d-Desktop in Verbindung mit KDE nutzen, müssen auch die Entwicklerpakete der Desktop-Umgebung installiert sein.

Anschließend entpacken Sie den Quellcode von 3d-Desktop [3]. Um die Hardware-3D-Unterstützung einzuschalten, geben Sie im dabei entstandenen Verzeichnis

./configure --with-Mesa=no

ein. Unter SuSE verlängert sich dieser Befehl zu

./configure --with-Mesa=no --with-kde-libraries=/opt/kde3/lib --with-kde-includes=/opt/kde3/include

weil das configure-Skript ansonsten die KDE-Entwicklerdateien nicht findet.

make
su (Eingabe des root-Passworts)
make install

kompiliert und installiert 3d-Desktop in die Verzeichnisse unterhalb von /usr/local.

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