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TextMaker 2002 im Test

Import – Export

TextMaker öffnet und speichert HTML-Dokumente, kann diese aber nicht in bestehende Dokumente importieren. Auch der Export von Web-Seiten ist noch nicht ausgereift – komplexe Formate gehen leider verloren, und um Bilder muss sich der Benutzer sogar selbst kümmern.

Der Import von Word-Dateien funktioniert weitgehend reibungslos. Lediglich einige Grafiken bedurften in unserem Testdokument der Nachbearbeitung. Mit einem roten Balken (Abbildung 5) deutet TextMaker an, dass der entsprechende Textrahmen zu klein für seinen Inhalt ist.

Abbildung 5: Problemloser Import von Word-Dateien

Neben den genannten Formaten (.htm und .doc) versteht TextMaker .rtf und die proprietären Dateien seiner Pocket-PC- und Handheld-Verwandten. Die Formate vom Rivalen OpenOffice bleiben vorerst noch ausgesperrt.

Etwas problematisch gestaltete sich der Druck einer dreispaltigen mehrfarbigen Testseite. Beim Export in eine PostScript- oder PDF-Datei schluckte TextMaker offenbar die Farbeinstellungen der folgenden Vorlagen (Abbildungen 6 und 7).

Abbildung 6: Das Drucken dieser Seite…

Abbildung 7: … schlug reproduzierbar fehl

Fazit

TextMaker kann StarOffice und OpenOffice wirklich Paroli bieten. Das Programm enthält alle Funktionen, die man von einer modernen Textverarbeitung erwarten kann. Dabei ist das Leichtgewicht erstaunlich flott. Etwas unschön sind lediglich ein paar Kinderkrankheiten, wie z. B. gelegentliche Abstürze oder die teilweise zu weit verschachtelten Dialogfenster.

Im Gegensatz zur Konkurrenz kommt TextMaker mit pfiffigen neuen Ideen, wie z. B. dem eingebauten Übersetzungswörterbuch. Das komfortablere Vorlagen-Management bietet allerdings OpenOffice. TextMaker ist seine 49,95 EUR mehr als wert – für 30 Euro Aufpreis erhält man bei Sun allerdings schon ein komplettes Office-Paket. Gegen das Preis-/Leistungsverhältnis des kostenlosen OpenOffice kommt der deutsche Texter natürlich nicht an.

Dennoch macht die Arbeit mit TextMaker nicht nur Spaß, sondern auch Lust auf mehr: Sofern SoftMaker sein Versprechen einhält und auch die übrigen Programme seiner Office-Suite auf Linux portiert, wird sich zumindest das kostenpflichtige StarOffice warm anziehen müssen.

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Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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