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Redaktion LinuxUser
Aus: LinuxUser 7/2003
xtraceroute: Paketverfolgung einmal anderes
Zwar ist das Internet von je her ein globales Dorf, trotzdem stellt man sich ab und an die Frage, wo ein bestimmter Server steht oder welchen Weg die Datenpakete von A nach B nehmen. Fragen dieser Art beantwortet das in jeder Distribution enthaltene Programm traceroute in der Regel sehr ausführlich, wenn auch die Informationen optisch nicht besonderes übersichtlich präsentiert werden. Ganz anders bei xtraceroute (http://www.dtek.chalmers.se/~d3august/xt/index.html): Im Gegensatz zum Kommandozeilen-Tool zeigt xtraceroute den Weg der Pakete auf einer Weltkugel, die zur besseren Ansicht in alle vier Richtungen drehbar ist. Allerdings sollte man von der geographischen Lokalisierung nicht zu viel erwarten, da sich die Genauigkeit in Grenzen hält und allenfalls reicht, um das Land zu bestimmen, in dem der Zielrechner steht. In den meisten Fällen ist das aber völlig ausreichend.
Neben der graphischen Anzeige von Start- und Endpunkt listet xtraceroute auch alle Rechner auf, die das Paket auf dem Weg zum Ziel passiert. Hier reicht ein Doppelklick auf einen Rechner, um alle relevanten Informationen wie IP-Adresse, Ping-Zeiten sowie Längen- und Breitengrad des Standorts zu erhalten. Leider bietet xtraceroute nicht den kompletten Funktionsumfang von traceroute, womit es für den professionellen Einsatz nicht geeignet ist. Wer jedoch nur ab und zu auf der Weltkarte sehen möchte, welchen Weg seine Daten nehmen, oder einfach nur einem Laien das Internet veranschaulichen möchte, für den ist xtraceroute ein nützliches Werkzeug.
Abbildung 5: Auf der drehbaren Erdkugel lässt sich der Weg der Pakete gut verfolgen
Abbildung 6: Mit einem Klick erfährt man einiges über den Rechner, den die Datenpakete gerade passieren
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