Xfe: Dateimanager à la Microsoft

Viele Anwender, die von Windows zu Linux wechseln, vermissen als erstes den gewohnten Explorer. Zwar sind Nautilus oder auch Konquerer dem Microsoft-Dateimanager in Komfort und Funktionalität überlegen, auf etwas älterer Hardware wirken sie jedoch eher träge. Nicht so Xfe (http://www.roland65.ovh.org/xfe/xfe.html): Im Gegensatz zur Konkurrenz zeigt sich dieses dem Windows Explorer nachempfundene Programm extrem performant und ist somit auch für ältere Systeme geeignet. Auf Komfort muss dabei aber niemand verzichten: Neben den vom Explorer bereits bekannten und gewohnten Funktionen erlaubt es Xfe, Verzeichnisse als Lesezeichen abzulegen. Auf diese Art kann der Benutzer von jedem Punkt des Verzeichnisbaums mit einem Klick gezielt in ein bestimmtes Verzeichnis wechseln.

Selbstverständlich verwaltet Xfe auch tar- und RPM-Archive. Letztere können mit Xfe wahlweise nur betrachtet, installiert oder auch wieder entfernt werden. Wer darüber hinaus spezielle Funktionen benötigt, kann per Klick ein Terminal-Fenster im aktuell bearbeiteten Verzeichnis öffnen. Xfe ist somit ideal für Windows-Umsteiger, die sanft vom grafischen Dateimanager zur effizienten Konsole migrieren möchten.

Abbildung 3: Xfe wirkt und verhält sich wie der Windows Explorer

loook: Suchen in OpenOffice-Dokumenten

Ein altes Problem mit Office-Paketen ist, dass die Dokumente im Gegensatz zu einem normalen Editor meist in binärer Form gespeichert werden. Sucht man später in einer Menge von Dokumenten nach bestimmten Textpassagen oder Dokumenten, deren Namen man vergessen hat, kostet dies in der Regel viel Zeit und Nerven. Erfahrene Linux-Anwender würden das Problem eventuell mit einem Skript lösen. Handelt es sich bei den zu durchsuchenden Dateien um OpenOffice-Dokumente, bietet sich mit loook (http://www.danielnaber.de/loook/) eine bequemere Lösung: Loook bietet auch unerfahreneren Benutzern schnelle Suchergebnisse, da alle Eingaben und die Konfiguration über eine intuitive Tcl/Tk-Oberfläche erfolgen. Allerdings ist in der Regel gar keine Konfiguration notwendig. Der Benutzer muss nur das zu durchforstende Verzeichnis sowie einen oder mehrere Suchbegriffe angeben, die sich auch durch logische Und-/Oder-Verknüpfungen kombinieren lassen. Eine Negation der Suchergebnisse kennt loook jedoch nicht.

Alle Dokumente, die den Suchbegriff enthalten, listet das Programm mit Pfad und Dateinamen auf. Wurde ein Anzeigeprogramm, zum Beispiel soffice, definiert, reicht es aus, einen Listeneintrag anzuklicken, um OpenOffice mit dem gewählten Dokument zu starten. So findet man aus der Fülle der Dokumente schnell jene, die wirklich relevant sind. Im Test lag die Trefferquote bei 100%.

Abbildung 4: In über 4500 Dateien fand loook die gesuchten in 45 Sekunden

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