Dr. Linux

KDE besser kennenlernen

Nur wenige Linux-Anwender sind schon so lange dabei, dass sie die Entwicklung von Großprojekten wie KDE von Anfang an mitverfolgen konnten. Diese wenigen entdecken leicht nach jedem Versionssprung die neuen Features. KDE-Neuankömmlinge haben es deutlich schwerer.

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Komplizierte Organismen, wie Linux-Systeme es nun einmal sind, haben so ihre ganz eigenen Wehwehchen. Dr. Linux beobachtet die Patienten in den Linux-Newsgruppen, stellt an dieser Stelle Rezepte für aktuelle Probleme aus und alternative Heilmethoden vor.

Ich nutze meistens die gleichen Standardprogramme. Wie sorge ich dafür, dass KDE diese beim Login automatisch startet?

Dr. Linux: Dies läßt sich u. a. über Verknüpfungen im KDE-Autostart-Ordner realisieren. Vermutlich finden Sie diesen Ordner nicht auf Anhieb auf Ihrem Desktop, doch der Datei-Manager Konqueror "kennt" den Weg.

Starten Sie Konqueror, zum Beispiel indem Sie auf das Symbol für Ihr Home-Verzeichnis klicken. Im Menü führt Sie der Punkt Gehe zu zum Eintrag Autostart (Abbildung 1).

Abbildung 1: Im Menü "Gehe zu" findet sich der Weg zum Autostart-Ordner

Auf dessen Auswahl hin öffnet Konqueror den Ordner, der, wie man in der Adresszeile erkennt, in Ihrem Home-Verzeichnis unter .kde/Autostart/ liegt. Hier können Sie nun ganz nach Belieben Programmverknüpfungen anlegen. Ziehen Sie dazu das Programmsymbol (Icon) Ihrer Wahl mit gedrückter linker Maustaste in den Autostart-Ordner und legen Sie es dort ab. In der nachfolgenden Abfrage wählen Sie den Menüpunkt Hiermit verknüpfen (Abbildung 2). Die nötigen Programmsymbole können Sie sowohl aus der Kontrollleiste, aus dem K-Menü oder vom Desktop in den Autostart-Ordner ziehen. Neben einigen Programmen fehlt im K-Menü das passende Symbol. Behandeln Sie die "leere Stelle", an der das Programm-Symbol stehen sollte, genau wie ein Programm-Symbol: Ziehen Sie es also in den Autostart-Ordner und verknüpfen. Dort wird dann ein Platzhalter-Symbol dargestellt.

Abbildung 2: Um Mozilla bei jeder Anmeldung automatisch zu starten, zieht man sein Programmsymbol aus der Kontrollleiste in den Autostart-Ordner und verknüpft es

Das war es auch schon; alle Programme, deren Verknüpfungen im Autostart-Ordner liegen, werden beim nächsten Start von KDE automatisch aufgerufen. Wundern Sie sich, manche sind sogar schneller als KDE.

Sitzungsperiode

Beim Abmelden bietet mir KDE jedesmal an, meine "Sitzung" zu speichern. Was macht diese Sitzungsverwaltung genau?

Dr. Linux:Im Kontrollzentrum findet sich unter den KDE-Komponenten die Sitzungsverwaltung. Dieses Wort versetzt einen spontan in Sekundenschlaf, doch die Funktion ist keineswegs so langweilig, wie sie klingt. Im Bereich Bei der Anmeldung (Abbildung 3) haben Sie die Auswahl zwischen der Konfiguration Vorige Sitzung wiederherstellen, Manuell gespeicherte Sitzung wiederherstellen und Mit neuer Sitzung starten.

Wenn Sie die erste Möglichkeit wählen, speichert KDE alle offenen Fenster und stellt diesen Zustand beim nächsten Login wieder her.Das Ganze funktioniert in der Regel allerdings nur mit KDE-Programmen und benutzen Sie zum Verlassen von KDE die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Backspace], klappt es gar nicht. Manuell gespeicherte Sitzung wiederherstellen lädt die Sitzungsdaten, die Sie vorher explizit gespeichert haben: entweder durch die Abfrage, die als kleines Fenster beim Abmelden erscheint oder über den Punkt Sitzung speichern im K-Menü (Abbildung 4). Wenn geöffnete Programme bei der nächsten Anmeldung nicht erscheinen sollen, wählen Sie Mit neuer Sitzung starten.

Abbildung 3: Das KDE-Kontrollzentrum regelt, wie sich die Sitzungsverwaltung benimmt
Abbildung 4: Der Punkt Sitzung speichern im K-Menü sichert Ihre aktuellen sitzungsdaten.

Hier fehlt was

Im K-Menü fehlen neben einigen Einträgen die passenden Symbole. Wie bekomme ich die Symbole ins Menü?

Dr. Linux:

Solche Schönheitsfehler lassen sich mit dem KDE-Menü-Editor bereinigen, mit dem Sie unter anderem Programmsymbole nachträglich einfügen. Dieses Programm finden Sie auf manchen Systemen im K-Menü unter Einstellungen / Menü-Editor, bei anderen unter System / Menü-Editor. Falls Ihre Distribution mit der Konfiguration des K-Menüs ganz andere Wege geht, starten Sie ihn durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Menü-Startknopf der Kontrollleiste.

Abbildung 5: Der Eintrag Mozilla im KDE-Menü-Editor zeigt nur ein Platzhaltersymbol. Mit Klick weisen Sie ihm ein eigenes Icon zu

Das Anklicken des Platzhaltersymbols im Menü-Editor bringt Sie zum Auswahlfenster für Programm-Symbole. Dort verpassen Sie dem Eintrag ein passendes Icon (Abbildung 5 und 6).

Abbildung 6: Das Auswahl-Fenster für Programm-Symbole bietet Icons für jeden Geschmack

Bringt Ihr Programm kein spezielles Icon mit, suchen Sie aus der Vielzahl der Programm-Symbole einfach ein anderes aus.

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