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VMware 4.0 im Test

01.06.2003 Mit der neuen Version von VMware hat sich in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit für Linux-Anwender einiges getan. Wir haben uns VMware 4.0 im Kurztest angesehen.

Als Testrechner stand ein AMD Duron 900 MHz mit 512 MB RAM zur Verfügung. Das Datenblatt des Hersteller empfiehlt eine Mindestgröße für den Arbeitsspeicher von 256 MB. Der tatsächlich benötigte Wert hängt aber vom Speicherbedarf des Gastbetriebssystems ab.

VMware 4.0 gab auf dem Testsystem eine maximale Größe des gesamten virtuellen Speichers von 320 MB in der Standardkonfiguration vor. Die Größe kann im Konfigurationsmenü für die jeweilige virtuelle Maschine in Vierer-Schritten verändert werden. Verfügt das Host-System über mehr Abrbeitspeicher, kann der Anwender unter File / Preferences die Gesamtmenge heraufsetzen.

Installation

Die Installation im Test unter Linux erfolgte über ein Perl-Skript, das dem Anwender einige Fragen zu Installationspfaden und zur Netzwerkkonfiguration stellt. Auf der Web-Seite unter [4] gibt es aber auch fertige RPM-Pakete.

VMware stellt dem Gastbetriebssystem bei Bedarf ein eigenes Netzwerk mit DHCP-Server zur Verfügung. Wenn gewünscht, kann VMWare auch eine Verbindung zu einem vorhandenen Netzwerk herstellen und ermöglicht den Zugang zum Internet, falls der Host-Rechner online ist.

Sollte das Programm nicht mehr benötigt werden, so führt man das Skript vmware-uninstall.pl aus dem Unterverzeichnis bin aus. Dadurch verschwinden alle Daten aus den Systemverzeichnissen. Installation und Deinstallation müssen als root durchgeführt werden.

Der Anwender legt in VMware für jede neue Installation eine virtuelle Maschine an, auf der das Gastbetriebssystem installiert wird. Eine Installations-CD ist also auf alle Fälle notwendig.

Wie schon bei früheren Versionen kennt VMware Standardmaschinen mit sinnvollen Default-Werten, lässt Sie die Hardware aber auch individuell zusammenzustellen. Dann gibt der Anwender nicht nur an, welches Betriebssystem installiert wird, sondern bestimmt gleich am Anfang die Größe der virtuellen Festplatte sowie des Arbeitsspeichers.

Wer sich zu Beginn nicht entscheiden kann, welche Konfiguration geeignet ist, kann über Edit virtual machine die einzelnen Komponenten auch später anpassen.

Einchecken

Legt der Anwender eine neue Maschine an, erzeugt VMware standardmäßig ein neues Verzeichnis im Home-Verzeichnis. Der Pfad, unter dem diese Ordner liegen, lässt sich über den Konfigurationsdialog anpassen.

Für unseren Test benutzten wir Windows XP Home Editon als Gastsystem. Beim Start der virtuellen Maschine wies VMware darauf hin, dass XP eine Produktaktivierung verwendet, die auf den eingebauten Hardware-Komponenten basiert (Abbildung 1).

Daher sollte der Arbeitsspeicher, der für die virtuelle Maschine zur Verfügung steht, nicht häufig geändert werden. Auch Änderungen an anderen Komponenten der emulierten Hardware können eine neue Aktivierung nach sich ziehen.

Abbildung 1: VMware warnt den Anwender bei der Installation von Windows XP

Die Installation verlief weitgehend problemlos, und nach Abschluss stand eine weitgehend korrekt konfigurierte Oberfläche zur Verfügung (siehe Abbildung 3). Installationsversuche mit Mandrake Linux 9.1 (Abbildung 2) und FreeBSD verliefen ebenfalls ohne Probleme.

Abbildung 2: Mandrake Linux unter VMware

Nach der Installation stand in allen drei Betriebssystemen eine virtuelle Netzwerkkarte zur Verfügung, über die eine Verbindung mit dem Host-Rechner möglich war.

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