Organisationstalente
Organizer für den Desktop
Verbindung zur Außenwelt
Der Kosmopolit von heute will seine Termine immer verfügbar haben und trägt sie daher überall mit sich herum. Natürlich nicht im Taschenkalender, sondern in digitaler Form, gespeichert auf seinem PDA. Haben Sie kpilot installiert, steht dem Datenabgleich mit KOrganizer nichts mehr im Wege. Allerdings darf weder KOrganizer noch der Alarm-Wächter im Systembereich laufen, während man die Synchronisation durchführt. Der KDE-Organisator geht sogar noch einen Schritt weiter und kommuniziert neben dem Palm auch mit dem Zaurus von Sharp. Die dafür benötigte Software heißt kitchensync, und über den Stand der Entwicklung können Sie sich in unserem Artikel auf Seite 40 dieser Ausgabe informieren.
KOrganizer beeindruckt den Anwender in einigen Punkten. Die Umsetzung der Todo-Listen ist durchdacht und lässt nichts vermissen. Auch der Kalender bietet ausgesprochen nützliche Features, wie die verschiedenen Ansichten und den HTML-Export. Die Team-Funktionen wirken jedoch in einigen Punkten noch ziemlich sperrig, oft muss man die gewünschte Aktion erst durch langwieriges Wühlen in den Menüs aufstöbern – das gestaltet sich bei Evolution intuitiver. Dass mit KMail und dem KDE-Adressbuch auf externe Anwendungen zugegriffen wird, wirkt sich dank des einheitlichen Look & Feel nicht störend aus. Eindeutig die Nase vorn hat KOrganizer bei der deutschen Lokalisierung: Sowohl die Menüs als auch die Hilfe sind vollständig übersetzt.
Glossar
ics
Speicherformat für Kalenderdateien, welches ursprünglich von dem Programm ical benutzt wurde. Fast alle Organizer-Anwendungen können Dateien im ical-Format importieren.
Infos
[1] http://www.ximian.com/products/evolution/
[2] Andrea Müller: "Mail und mehr", LinuxUser 03/2003, S.34, http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/03/034-integrierte_muas/index.html



