Reine Kostenfrage

Einmal mehr gab es in letzten Wochen Verstimmungen zwischen GNOME-Anhängern und KDE-Fans. Diesmal entzündeten sich die Irritationen an einem Artikel von Michael Meeks, der anhand einiger Bilder und Übersichten (http://www.gnome.org/~michael/XimianOOo/img7.html) verdeutlichen wollte, dass GNOME der einzig gangbare Weg für eine Desktop-Umgebung auf Unix-Systemen sei.

Grund sind für ihn vor allem die Kosten des plattformübergreifenden Entwicklungswerkzeugs Qt von Trolltech. Mit einer solchen Rechnung konnten und wollten sich die KDE-Entwickler natürlich nicht abfinden. George Staikos hat stellvertretend für viele den virtuellen Rechenstift in die Hand genommen und zeigt in seinem Beitrag unter http://www.staikos.net/~staikos/whyqt/, wie es im wirklichen Leben um die Kosten von Qt versus GTK bestellt ist.

Alte Bekannte in neuem Gewande

Gleich mehrere beliebte KDE-Programme machen sich fit für den Frühling/Sommer 2003 und überraschen in dieser Saison mit extra vielen Bugfixes und neuen Features. Dazu gehört zuallererst das populäre Entwicklungswerkzeug KDevelop (Abbildung 2), das jetzt in Version 3.0 Alpha 4a vorliegt. Seit der Anfang des Jahres veröffentlichten ersten Alpha-Version von KDevelop 3.0 (Codename Gideon) hat sich wirklich noch einiges getan. Das Entwicklerteam feilte an der Dokumentation, fügte neue Applikationstemplates für Anwendungen auf der Basis von kdehello oder qtopia hinzu und bietet jetzt auch Unterstützung für Fortran-Entwickler und tmake/qmake-Projektdateien.

Abbildung 2: Schöner entwickeln mit Gideon

Eine neue Programm-Version hält auch das KStars-Team bereit. Die CVS-Snapshot-Ausgabe vom 7. April 2003 umfasst alle neuen Features des virtuellen KDE-Observatoriums [1], die seit der KDE-3.1er Ausgabe hinzugekommen sind. So ist KStars nun über das DCOP-Interface programmierbar, und Objekte des Sonnensystems können Spuren hinter sich herziehen (Abbildung 3).

Abbildung 3: In der neuen KStars-Version hinterlässt auch der Mars seine Spuren

Außerdem durchforsteten die Entwickler das ganze Programm intensiv nach Fehlern, so dass es nun nicht nur stabiler, sondern auch schneller als je zuvor ist. Freunde der Astronomie wird es freuen, dass sich ein weiteres KDE-Sternengucker-Programm, KTelescope (http://ktelescope.sourceforge.net/), ab sofort vollständig in KStars integrieren lässt (Abbildung 4). Somit können Sie nun Ihr Teleskop aus KStars heraus steuern, dessen neue Version unter http://edu.kde.org/kstars/index.php#dl zum Download bereit steht.

Abbildung 4: Wenn Sie möchten, ist KTelescope ab sofort ein integraler Bestandteil von KStars

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