Wie alle anderen großen Distributoren hat auch SuSE im April eine neue Version ausgeliefert. Anders als Red Hat verzichten die Nürnberger auf einen großen Versionssprung – nur die Nachkommastelle hat sich geändert.
Installation
Die Installation verläuft weitgehend automatisch. Nach Auswahl der gewünschten Sprache präsentiert SuSE dem Benutzer einen Installationsvorschlag, der für viele Anwender durchaus brauchbar sein dürfte. Die Kategorieüberschriften wie Maus oder Partitionierung sind anklickbare Links, über die man die Vorschläge des SuSE-Installers abändern kann. In den meisten Fällen gestaltet sich die Installation problemlos. Ein unschönes Problem trat jedoch auf einem Testrechner auf, auf dem bereits zwei Red-Hat-Versionen installiert waren. Das SuSE-Partitionierungsprogramm parted meldete, es könne mit der Partitionstabelle nichts anfangen und daher keine neuen Partitionen erstellen könne. Um die Installation fortzuführen, mussten wir manuell auf einer Konsole mit fdisk die Zielpartition anlegen. Kaum sind die Pakete auf der Platte, meldet sich neuerdings noch während des Installationsvorgangs das SuSE-Online-Update und bietet an, Release-Infos vom SuSE-Server zu ziehen und frische Patches einzuspielen.
Kosmetik
Beim ersten Start des Systems erwarten den Anwender weitere Neuigkeiten. Statt der ausführlichen Boot-Meldungen ziert nun ein Splash-Screen mit blauem SuSE-Chamäleon den Monitor – nur ein Fortschrittsbalken signalisiert, dass sich überhaupt etwas tut. Verantwortlich dafür ist der Eintrag splash=silent in der Konfigurationsdatei des Boot-Managers. Der Anmeldebildschirm selbst wartet mit Benutzerbildchen im Playmobil-Stil auf, die einen etwas freundlicheren Eindruck als die früheren Silhouetten machen.



