Nicht jeder hat eine schnelle DSL-Flatrate, und ständiges Einwählen, nur um in seinem Lieblingshandbuch etwas nachzuschlagen, ist lästig und teuer. Viel schlimmer noch – manchmal ist das tolle Nachschlagewerk, das man letztens entdeckt hat, beim nächsten Besuch einfach verschwunden. Auch nach mancher "Überarbeitung" einer vorher netten Seite ist man mitunter froh, noch einen lokalen Mirror zu besitzen, der nicht nach Flash Version 21 schreit. w3mir ermöglicht das Spiegeln kompletter Web-Sites auf das lokale System. Das w3mir-Paket ändert dabei die Links in den gespiegelten Seiten so, dass der Browser die referenzierte Seite, wenn vorhanden, auf dem lokalen System sucht und der Link nicht etwa wieder auf das Web verweist. Auch einzelne Dokumente lassen sich auf diese Weise aus dem Netz kopieren.
Installation
Wer das Paket w3mir nicht in seiner Distribution findet, der installiert es folgendermaßen: w3mir setzt die Pakete perl-libwww-perl und perl-MIME-Base64 voraus. Wenn Sie bereits Perl-Applikationen installiert haben, haben Sie sie sicherlich schon in Ihrem System, andernfalls bekommen Sie sie unter [1] und [2] oder von der Heft-CD. Das Paket w3mir selbst ist unter [3] erhältlich oder auch der CD zu entnehmen. Entpacken und dekomprimieren Sie das tar-Archiv mit
tar xzvf w3mir-*.tar.gz
cd w3mir-* wechselt in das neu erstellte Verzeichnis. Dort installieren Sie das Paket mit
perl Makefile.PL make make install
Hierzu sind root-Rechte notwendig.
Einzelspiegel
Welche Dateien w3mir kopieren soll, bestimmen Sie in seiner Konfigurationsdatei, die Sie mit jedem beliebigen Texteditor, z.B. vi oder kwrite, erstellen können. Standardmäßig erwartet w3mir seine Konfiguration unter dem Namen .w3mirc in dem Verzeichnis, in das es den Web-Bereich spiegeln soll. Alternativ lässt sich w3mir natürlich auch einfach mit Optionen aus der Kommandozeile heraus aufrufen, mit der Option -cfgfile jubeln Sie ihm eine andere Konfigurationsdatei unter. Soll nur eine einzelne Datei aus dem Web kopiert werden, reicht eine Zeile in der .w3mirc:
URL: http://www.schlumpf.com/infos/who/31gargam.gif
Um sich das Bild des ständigen Verlierers aller Schlumpfabenteuer an den Desktop zu pinnen, genügt nun der Aufruf w3mir in dem Verzeichnis, in dem auch seine Konfiguration liegt.



