Gut geplant

out of the box: ToDo Manager

01.05.2003
,
Wenn bereits E-Mail-Clients wie Evolution ausführliche Lösungen für das individuelle Informationsmanagement bieten – wer braucht da noch ein eigenständiges Programm zum Verwalten von Aufgaben? Schlichtweg alle, die ein unkompliziertes grafisches Helferlein suchen, das tut, was viele große Lösungen vermissen lassen: einen schnellen Überblick über die wichtigsten Tasks zu geben.

out of the box

Es gibt tausende Tools und Utilities für Linux. "out of the box" pickt sich die Rosinen raus und stellt pro Monat ein Progrämmchen vor, das wir für schlichtweg unentbehrlich oder aber zu Unrecht wenig beachtet halten.

Wie wird wohl ein Programm heißen, das dezent darauf hinweist, dass die Getränke für die Party am Samstag noch nicht besorgt sind und auf den Linux-Rechnern der Firma dringend ein Sicherheitsupdate eingespielt werden muss? Die Antwort lautet ToDo Manager, und sein Name ist Programm: Dieser nützliche, unter http://todo-manager.sourceforge.net/ (oder der Heft-CD) erhältliche Helfer verwaltet Todo-Listen und Aufgaben.

Dabei belegt er – verglichen mit ähnlichen Werkzeugen – eine vertretbar kleine Fläche auf dem Desktop und verzichtet weitgehend auf grafische Spielereien. Seine sehr übersichtliche Oberfläche macht ihn schnell zum angenehmen Begleiter. Neben den normalen Verwaltungsfunktionen beherrscht der ToDo Manager ein paar sehr nützliche Zusatzfeatures. So kann er Aufgaben direkt in HTML-Dateien exportieren. Damit lässt sich eine Task-Liste auf einen Web-Server hochladen, um sie auch von anderen Rechnern aus jederzeit im Griff zu haben.

Installationsplaner

Als Python-Skript kann der Planer nach dem Entpacken des Archivs mit

tar xzf todo-manager-0.70.2.tar.gz

sofort aufgerufen werden. Allerdings müssen dazu einige Pakete installiert sein, namentlich python2, tkinter und tix.

Diese bringen die meisten Distributionen als Binär-Paket mit, so dass sie ggf. mit rpm oder apt-get nachinstalliert werden können. Ja nach Distribution unterscheiden sich die Paketnamen minimal.

Außer dem Programmcode enthält das beim Entpacken neu angelegte Verzeichnis todo-manager-0.70.2 im Unterverzeichnis docs auch Dokumentation im HTML-Format.

Abbildung 1: Die Oberfläche des Managers in der englischen Fassung

Start

Das Tool selbst startet auf die Eingabe von

python todo-manager

im todo-manager-0.70.2-Verzeichnis (und je nach gesetztem Pfad auch auf einfache Namensnennung todo-manager) hin, und zwar standardmäßig mit einer englischsprachigen Oberfläche (Abbildung 1). Durch Setzen der LANG-Variable kann man das Programm dazu überreden, (zumindest teilweise) Deutsch oder Niederländisch zu sprechen. So startet der Befehl

LANG=de python todo-manager

das Programm in deutscher Lokalisierung. Wer für sein System generell deutsche Sprachausgabe konfiguriert hat, bekommt mit

LANG=C python todo-manager

auch einmal die englische Version zu sehen.

Anschließend darf sich der User im unteren Teil der Bedienoberfläche mit neuen Aufgaben überhäufen. Jeder neue Todo-Eintrag bekommt eine Beschreibung (Task Name bzw. Aufgabe). Ins Feld Task Group gehören die durch Kommata getrennten Namen der Projekt-Teilnehmer. Nicht zuletzt gilt es, ein Fälligkeitsdatum im Feld Due Date zu bestimmen. Dieses muss im vorgegebenen Format (je nach System zum Beispiel JJJJ-MM-TT oder MM/TT/JJJJ) eingetragen werden. Das Programm schlägt, farbig unterlegt, den aktuellen Tag vor.

Wer einen solchen Vorschlag modifizieren, nicht komplett löschen will, darf nicht einfach drauflostippen, sondern muss zunächst die Pfeiltaste nach rechts oder links betätigen. Zu guter Letzt lassen sich zusätzliche Anmerkungen im Feld Notiz (Notes) unterbringen. Ein Klick auf den Add- bzw. Hinzufügen-Button überträgt die Aufgabe in die Todo-Liste.

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