makeself, Jack aus der Kiste

In der Windows-Welt sind selbstentpackende Archive schon lange Standard und besonders für den normalen Benutzer Fluch und Segen zugleich. Zwar ist das Entpacken für den Laien sehr einfach, allerdings kann das Paket auch Daten enthalten, die man lieber nicht auf seinem Rechner haben möchte. Unter Linux sind selbstentpackende Archive wenig verbreitet, jedoch existiert mit makeself (http://www.megastep.org/makeself/) ein Programm, mit dem sich selbst entpackende Archive einfach erstellen lassen.

Bei den von makeself erstellten Archiven handelt es sich um eine gezipte tar-Datei, die mit einem Shell-Skript beginnt, das für die Entpackung zuständig ist. Entfernt man es, erhält man wieder ein normales tar-Archiv. Die Generierung von Archiven mit makeself ist im Großen und Ganzen recht simpel: Wie von anderen Archivierungsprogrammen gewohnt, gibt der Benutzer den Pfad der zu sichernden Dateien sowie einen Namen für das spätere Archiv an. Auf Wunsch kann dem Archiv auch eine Beschreibung angefügt werden. Die restlichen Einstellungen, Wahl von Kompressionsalgorithmus, Verzeichnisstruktur usw. entsprechen weitestgehend den bekannten Archiv-Tools. Im Gegensatz zu anderen Programmen bietet makeself die Möglichkeit, ein Programm anzugeben, das nach erfolgreichem Entpacken ausgeführt werden soll. Auf diese Weise ließe sich zum Beispiel eine Installationsroutine starten, was für Entwickler interessant ist.

Das Herz des Archivs ist aber das von makeself eingebaute Skript, welches später die Extraktion übernimmt. Im makeself-Paket ist bereits ein geeignetes Standardskript enthalten, das neben dem reinen Entpacken auch Funktionen wie MD5-Integritätprüfung enthält. Selbstverständlich lässt sich das Skript jederzeit gegen ein anderes austauschen. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte makeself ausprobieren.

Abbildung 7: Makeself bietet alles, was man zum Erstellen von selbst-entpackenden Archiven braucht

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 04/2017: SPEZIAL-DISTRIBUTIONEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 0 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....
Ich habe eine awk Aufgabe und bekomme es nicht so Recht hin
Dennis Hamacher, 10.03.2017 18:27, 1 Antworten
Ich hoffe Ihr könnt mir dabei helfen oder mir zeigen wie der Befehl richtig geschrieben wird. Ich...
Unter Linux Open Suse Leap 42.1 einen Windows Boot/ ISO USB Stick erstellen...
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:26, 1 Antworten
Hallo, weiß jemand wie ich oben genanntes Vorhaben in die Tat umsetzen kann ? Wäre echt dankba...
Druckertreiber installieren OpenSuse42.1
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:22, 1 Antworten
hallo, kann mir BITTE jemand helfen ich verzweifel so langsam. Habe einen Super Toner von Canon...