colordiff, der bunte Unterschied

Will man zwei Dateien oder Verzeichnisse vergleichen, führt unter Linux kein Weg an dem Programm diff vorbei. Allerdings ist die Ausgabe von diff, sei es in einer Textdatei oder auf der Konsole, etwas unübersichtlich und gewöhnungsbedürftig. Wer kein grafisches Front-End verwendet, wird für colordiff (http://colordiff.sourceforge.net/) dankbar sein, da es die Ausgabe farblich aufbereitet. Im Prinzip ruft dieses kleine Perl-Skript diff mit den übergebenen Kommandozeilenparametern auf und analysiert die Ausgabe. Das Ergebnis stellt colordiff dann farblich dar. Wer die Ausgabe in eine Datei speichert, sollte zur späteren Ansicht den Pager more verwenden, da less die Steuerzeichen der jeweiligen Textfarbe nicht interpretiert.

Übrigens sind die Farben frei wählbar: Wem die Standardfarben nicht gefallen, der kann in seinem Home-Verzeichnis eine Konfigurationsdatei mit seinem eigenem Farbschema ablegen. So bunt war diff sicher noch nie.

Abbildung 3: Die Parameter von colordiff unterscheiden sich nicht vom Standard-diff
Abbildung 4: Spätestens bei der Ausgabe wird der Unterschied deutlich

bk_edit, die Bookmarks im Griff

Benutzer, die oft und intensiv im Netz surfen, haben schnell eine umfangreiche Sammlung von Lesezeichen. Kommen beim Surfen dann auch noch unterschiedliche Browser zum Einsatz, verteilen sich die Lesezeichen über mehrere Dateien. Da wird es schwierig, den Durchblick zu behalten. Bk_edit (http://www2.fht-esslingen.de/~clfuit00/sasnt/bk_edit/) könnte die Lösung sein, die so mancher Benutzer schon lange sucht: Das Programm ist in der Lage, die Lesezeichendateien aller gängigen Browser zu bearbeiten. So können Sie bequem die Lesezeichen aus unterschiedlichen Dateien mischen oder abgleichen. Viel interessanter ist aber bk_edits Drag & Drop-Funktion, mit der sich aus dem Browser Ihrer Wahl die aktuelle URL einfach auf das bk_edit-Fenster ziehen lässt, wo sie als Lesezeichen archiviert wird. Umgekehrt lassen sich archivierte Lesezeichen aus bk_edit direkt im geöffneten Browser-Fenster laden. Dies funktioniert jedoch noch nicht via Drag & Drop, sondern ausschließlich über das Kontextmenü des Lesezeichens, was aber keine nennenswerte Verzögerung in der Arbeitsgeschwindigkeit zur Folge hat. bk_edit eignet sich als zentrales Lesezeichenarchiv für jeden beliebigen Browser. Sollte die nächste Version noch eine erweiterte Drag & Drop-Fähigkeit bieten, bleiben kaum Wünsche offen.

Abbildung 5: Bk_edit kommt mit Lesezeichen aller gängigen Browser zurecht
Abbildung 6: Die Konfigurationsmöglichkeiten sind jedoch eher bescheiden

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