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01.05.2003

News Ticker

Film Gimp (http://filmgimp.sourceforge.net) änderte Anfang März den Namen des Projektes in CinePaint. Damit will man möglichen Verwechslungen mit dem Gimp-Projekt vorbeugen. Eine Integration von Film Gimp in das Standard-Gimp wurde in der Vergangenheit von den Gimp-Entwicklern wiederholt abgelehnt, da sie Film Gimp als nicht ausgereift erachteten. Nichtsdestotrotz erfreut sich die Filmnachbearbeitungs-Software bei vielen Studios großer Beliebtheit und kam unter anderem bei Filmen wie Scooby Doo oder Stuart Little zum Einsatz. Neben Linux ist das Paket auch für MacOS X erhältlich. Für März ist unter anderem auch eine Windows-Version geplant, von der bereits erste Screenshots im Netz sind.

Auch wenn böse Zungen oft das Gegenteil behaupten, ist Linux mit Textverarbeitungen reich gesegnet. Für die Firma Softmaker (http://www.softmaker.de/) ist das jedoch kein Hindernis, mit ihrem Produkt Textmaker in genau diesen Markt vorzustoßen. Die bereits für alle 32-Bit-Windows-Versionen erhältliche Textverarbeitung zeichnet sich besonders durch Geschwindigkeit, niedrigen Ressourcenbedarf und einem daran gemessen großen Funktionsumfang aus. Selbst eine Windows-CE-Version für Handhelds existiert. Darüber hinaus ist Softmaker auf die guten Import-Filter besonders stolz. Allerdings fehlen für den Einsatz unter Linux noch Filter für OpenOffice, Abiword oder KOffice. Zur Zeit gibt es von Textmaker für Linux nur eine zeitlich begrenzte Beta-Version. Ob das fertige Produkt die fehlenden Importfilter enthalten wird, geht aus der Web-Seite von Softmaker nicht hervor. Sieht man von diesem Manko einmal ab, ist Textmaker besonders für jene interessant, die regelmäßig Dokumente zwischen Windows, Handheld und Linux austauschen müssen. Für die Zukunft plant Softmaker deshalb die Portierung seiner gesamten Produktpalette nach Linux. Einen ausführlichen Testbericht finden Sie im Schwerpunkt dieser Ausgabe.

Gut sechs Monate nach Erscheinen der Version 4.2.1 wartet XFree86 (http://www.xfree86.org/) mit dem Nachfolger 4.3.0 auf, welcher erstmalig alle Chips der ATI-Radeon-Reihe unterstützt. Außerdem wurde Support für die neuen Grafik-Chips von Intel, nVidia und SiS in dieser Version implementiert, jedoch fehlt bei einigen im Augenblick noch die Unterstützung der 3D-Beschleunigung. Wer sie benötigt, muss vorerst die Treiber des Herstellers verwenden. Neben neuen Grafik-Chips unterstützt XFree86 auch Eingabegeräte wie zum Beispiel den Tektronix 4957 Digitizer. Längst überfällig war in diesem Zusammenhang auch die automatische Erkennung des Protokolls für PS/2-Mäuse. Als besonderes Schmankerl sei übrigens noch auf die Xcursor-Bibliotheken verwiesen, die nun animierte oder transparente Mauszeiger ermöglichen.

lshw, was ist wirklich unter der Haube?

Läuft das System störungsfrei, kommt kaum jemand auf die Idee, einen Blick auf die Hardware zu werfen. Treten aber Probleme auf oder ist eine Neuinstallation notwendig, stellt man sich doch die Frage, was denn nun wirklich in der großen Wunderkiste steckt. Bis Dato half nur Aufschrauben und Nachsehen. Mit lshw (http://ezix.sourceforge.net/software/lshw.html) gehört dies der Vergangenheit an: lshw liest die Systemdaten des Motherboards sowie der angeschlossenen Peripherie aus und fasst diese in einer Text- oder HTML-Datei zusammen. Das Ergebnis ist eine detaillierte Aufstellung aller vorhandenen Systemkomponenten mit der jeweiligen Firmware, Bus-Geschwindigkeit, verwendeten Interrupts usw. Für eine umfangreiche Systemanalyse muss das Programm jedoch mit Root-Rechten laufen, da lshw sonst die nötigen Zugriffsrechte fehlen, um das Desktop Management Interface (kurz DMI) der einzelnen Komponenten auszulesen. Schwächen zeigt die aktuelle lshw-Version bei der Analyse virtueller SCSI-Komponenten für USB-Speichermedien oder IDE-Geräte: Hier können die ermittelten Werte mitunter fehlerhaft sein. Außerdem erkennt lshw keine angeschlossenen USB- oder Firewire-Komponenten. Das soll sich aber bald ändern. Für die Zukunft plant der Entwickler unter anderem auch, die Ausgabe optional in einer XML-Datei zu speichern, was die Verarbeitung der Ergebnisse mit Produkten Dritter vereinfacht.

Abbildung 1: Die Analyse von lshw einmal ohne Root-Rechte …

Abbildung 2: … und einmal mit

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