Korner: Plugins für Konqueror und Applets für die KDE-Kontrollleiste

Unscheinbare Helferlein

Keine fette Killer-Applikation, sondern die kleinen Helfer, die sonst im Verborgenen des KDE-Panels oder Konquerors blühen, stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe der Korner.

Korner

In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.

Es sind nicht immer die großen Programme, die einem das Leben mit dem Computer erleichtern, sondern oft die kleinen Tools, die unbeachtet ihren Dienst tun. Zeit für uns, Ihnen verschiedene Miniprogramme vorzustellen, die – einmal in der Kontrollleiste platziert oder im Konqueror eingebunden – das Arbeiten vereinfachen.

Wie man sich bettet, so sieht man

Der Breitband-Internet-Verbindung sei Dank, geben diverse Trailer, aus dem Netz geladen, schon vor dem deutschen Kinostart einen Vorgeschmack auf die neuen Hollywood-Reißer. Mit dem Plugin mplayerplug-in von Kevin DeKorte können Sie diese Videos mittels des beliebten Videoplayer mplayer eingebettet in einer Web-Seite abspielen.

Ursprünglich für den Netscape- oder den Mozilla-Browser gedacht, unterstützt es nun auch den Konqueror. Die aktuelle Version finden Sie unter http://mplayerplug-in.sourceforge.net/download.html. Red-Hat-Benutzern steht ein RPM-Paket für die 8.0er Version zur Verfügung, alle anderen müssen mit den Sourcen vorlieb nehmen. Neben dem Plugin benötigen Sie natürlich auch mplayer als eigentliche Abspielsoftware, die Sie unter http://www.mplayerhq.hu/homepage/design5/news.html finden.

Die Installation des Players kann mitunter etwas knifflig sein: DeKorte empfiehlt folgende Ergänzung für den configure-Aufruf, die sich im Zusammenhang mit seinem Plugin bewährt hat:

./configure --with-win32libdir=/pfad/zu/den/codecs --enable-win32 --enable-gui --enable-freetype --with-reallibdir=/pfad/zu/den/codecs --enable-live --with-livelibdir=/pfad/zu/den/codecs --enable-qtx-codecs

Ob der Player wirklich das tut, was er soll, testen Sie anhand der Beispiele auf der mplayerplug-in-Homepage unter http://mplayerplug-in.sourceforge.net/howto.html.

Zur Installation des Plugins entpacken Sie den Tarball mit tar -xzvf mplayerplug-in_v0.60.tar.gz und wechseln mit cd mplayerplug-in ins neu entstandene Verzeichnis. Hier reicht ein make. Möchten Sie das Plugin systemweit installieren, packen Sie die neue Datei mplayerplug-in.so ins Verzeichnis /usr/lib/mozilla/plugins, /usr/lib/netscape/plugins oder wo sich sonst die Mozilla- bzw. Netscape-Plugins auf Ihrem Rechner befinden. Für die Installation auf User-Basis reicht ein make install. Lassen Sie den Konqueror über den Menüpunkt Einstellungen / Konqueror einrichten / Plugins nach neuen Plugins suchen, und schon können Sie Videos wie in Abbildung 1 genießen. Einige Anwender berichten zwar über Probleme mit dem Konqueror 3.1.0, doch das aktuelle Release 3.1.1 macht keine Zicken.

Abbildung 1: Film ab!

Im Panel spielt die Musik

Zwar werden es immer weniger, aber es gibt sie noch: Anwendungen, die nichts mit dem aRts Sound Server des KDE-Projekts anfangen können. Für genau diese Programme ist das Panel-Applet Kickarts gedacht. Damit können Sie den Soundserver bequem per Mausklick an- oder abschalten. Die aktuelle Version finden Sie auf der Homepage des Autors unter http://ripi.net/software/kickarts/.

Nach der Installation der Sourcen sollten Sie ein kleines Notenzeichen-Symbol in der Kontrollleiste vorfinden. Andernfalls klicken Sie mit der rechten Maustaste aufs Panel und wählen dort Hinzufügen / Miniprogramm / Kickarts aus. Spätestens dann symbolisiert ein grünes Notenzeichen wie in Abbildung 2, dass der Soundserver läuft, ein rotes Icon, dass er gestoppt ist. Zum An- und Ausschalten des Soundservers klicken Sie mit der linken Maustaste auf selbige Note.

Noch mehr Möglichkeiten eröffnet das Kontext-Menü der rechten Maustaste (Abbildung 3). So erhalten Sie bei Anwahl des Punkts Display status information genaue Angaben über den derzeitigen Zustand des Soundservers.

Abbildung 2: Der Soundserver läuft
Abbildung 3: Das Kontext-Menü entpuppt sich als Kickarts' Schaltzentrale

Besitzer etwas schmalbrüstigerer Rechner setzen über Einrichten / Configure Kickarts das Update-Intervall des Applets höher als die voreingestellte eine Sekunde, um ihr System nicht unnötig zu belasten.

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