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Distri-Bits

Exotische Pflanzen

Dem Reiz von Apples neuen PowerBook-Laptops können sich auch immer mehr Linuxer nicht entziehen. Doch mag MacOS X noch so ein schickes Unix sein – manchmal schlägt das Heimweh trotzdem wieder zu. Mit Yellow Dog Linux 3.0 schickt Terra Soft Solutions (http://www.yellowdoglinux.com/), der bekannteste kommerzielle Linux-Distributor für PowerPCs, ein Dreivierteljahr nach der letzten Ausgabe 2.3 endlich eine neue Version ins Rennen.

Abbildung 2: Anaconda, der Installer von Yellow Dog Linux 3.0

Auf drei Binär- und drei Sourcen-CDs verteilt sich die Red-Hat- und RPM-basierte Distribution, die vom roten Hut sowohl das einheitliche Aussehen des GNOME-2.2- und KDE-3.1-Desktops namens "Wonderland" alias "Bluecurve" als auch den Anaconda-Installer erbt (Abbildung 2). Mit Mac-On-Linux 0.9.68 (http://www.maconlinux.org/) lassen sich sowohl Mac OS X als auch ältere Mac-OS-Versionen unter XFree86 4.3 starten, so dass der Zugriff auf essentielle Mac-Anwendungen auch unter Linux erhalten bleibt. Als Kernel kommt Linux 2.4.20 zum Einsatz, für die Übersetzung des Quellcodes sorgt die GNU Compiler Collection 3.2.1.

Ab dem 16. April sollen die Boxen (ab 25 USD für das reine CD-Set bis hin zur T-Shirt-Handbuch-Installationssupport-Ausgabe zu 85 USD) lieferbar sein. Ob deutsche Yellow-Dog-Distributeure wie Linuxland und J.F.Lehmanns Fachbuchhandlung die Distribution wieder ins Programm nehmen, war zu Redaktionsschluss noch unbekannt. Zu hoffen steht, dass der Yellow-Dog-FTP-Server (und damit auch die unter http://www.yellowdoglinux.com/resources/ftp_mirrors.shtml gelisteten Spiegel-Server) nach Erscheinen dieses Hefts wieder die traditionelle Download-Möglichkeit bieten.

Frische Bambussprossen

Allen finanziellen Problemen zum Trotz hat Mandrakesoft (http://www.linux-mandrake.com/) mit Mandrake 9.1 (Codename Bamboo) eine neue Distribution freigegeben. Diese bleibt dem Prinzip der Benutzerfreundlichkeit treu und bietet unter anderem ACPI-Support, die Möglichkeit, NTFS-Partitionen in der Größe zu verändern, sowie eine verbesserte Netzwerkkonfiguration.

Beim Design der beiden bekanntesten Oberflächen, KDE und GNOME, geht der Distributor aus Frankreich einen ähnlichen Weg wie Red Hat und vereinheitlicht das Design sowie die Menüstruktur. Mandrake 9.1 basiert auf Kernel 2.4.21 und enthält XFree86 4.3, KDE 3.1, GNOME 2.2 sowie OpenOffice 1.0.2.

Drei Varianten sind verfügbar: Standard, PowerPack und ProSuite. Die Standard Edition mit zwei CDs kostet 39 Euro, die PowerPack-Version mit sieben CDs 69 Euro, und die ProSuite Edition, die zusätzlich eine DVD enthält, 199 Euro.

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LinuxUser 06/2012

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