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deskTOPia: emelfm

01.04.2003 Was nutzt der Betrieb von XFree auf älterer Hardware, wenn man für alltägliche Aufgaben auf Performance-schonende Konsolen-Anwendungen zurückgreifen muss? Auch für X existieren schlanke Lösungen, und wir ersparen Ihnen die Suche.

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Nach Lektüre der letzten zwei deskTOPias [1, 2] haben Sie sich vielleicht schon einen schlanken Desktop nach Ihrem Geschmack eingerichtet. Das Einzige, was nun noch fehlt, ist die passende Schaltzentrale, und mit der Vorstellung des Dateimanagers emelfm [3] schließt diese Serie über ein ressorcenschonendes X-Window-System.

Ein leistungsfähiger Datei-Manager ist vom Desktop nicht wegzudenken, hilft er doch bei der Verwaltung von Verzeichnissen und bietet sinnvolle Aktionen für unterschiedliche Dateitypen. Auch weitere Zusatzfunktionen wie eine integrierte Kommandozeile sind nicht zu verachten. Anders als "Programm-Monster" wie Konqueror und Nautilus bietet emelfm all diesen Komfort und benötigt komplett installiert nicht einmal 300 KB.

Installation

Sollte Ihr Distributor in Bezug auf emelfm mit Paketen geizen, müssen Sie selbst zum Compiler greifen.

Bevor die Kommandos

make
suEingabe des root-Passwortes

make install

das Kompilieren und die Installation nach /usr/local erledigen, müssen Sie einen Schnitzer des tschechischen Übersetzers ausbügeln: In die Lokalisierungsdatei cs.po, die Sie im Unterverzeichnis po des emlfm-Quellcodes finden, haben sich zwei Syntaxfehler eingeschlichen, die zu einem Abbruch des make-Aufrufs führen. Am einfachsten ist es, die Datei zu löschen und dann die Kompilierung zu starten; tschechische Muttersprachler ersetzen die Datei cs.po durch die von der Heft-CD.

Altbekanntes

Bei dem ersten Start fühlt man sich direkt heimisch. Die Zwei-Fenster-Aufteilung und die unten liegende Kommandozeile erinnern an den Midnight Commander (Abbildung 1), und auch die meisten Funktionstasten haben dieselbe Bedeutung wie bei dem beliebten Vorbild.

Abbildung 1: Standard-Layout des Dateimanagers emelfm

So können Sie mit Druck auf [F5] die markierten Dateien kopieren oder mit der [F8]-Taste löschen. Haben Sie noch nicht mit dem mc gearbeitet, lassen Sie sich die aktuelle Tastaturbelegung durch Eingabe von keys auf der integrierten Kommandozeile im Ausgabefenster anzeigen. Letzteres können Sie übrigens auch durch einen Klick auf den Button links neben der Kommandozeile ausblenden, wenn Sie es nicht benötigen.

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LinuxUser 06/2012

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