Video Lan Client, mit Streaming Video im Bilde

Vor etwa drei Jahren kamen französische Studenten auf die Idee, eine Video-Streaming-Lösung als Open-Source-Projekt zu entwickeln. Damit war das Video-Lan-Projekt geboren, aus welchem unter anderem der Video Lan Client (vlc, http://www.videolan.org/vlc/) hervorging. vlc ist ein flexibler, plattformunabhängiger Media Player, der mit Hilfe von Plugins ein Vielzahl von Multimedia-Formaten verarbeiten kann. Die Palette reicht bei den Videoformaten vom Standard AVI über die verschiedenen DivX-Derivate bis zu dem von Video-CDs verwendeten MPEG-Format. Selbstverständlich erkennt vlc auch alle zugehörigen Audioformate wie AC3, MP3 oder Vorbis. Neben den unterschiedlichsten Formaten kann vlc auch die verschiedensten Datenquellen verarbeiten: DVDs, VCDs und CDs gehören als Quellen genauso zu seinem Repertoire wie Dateien, HTTP und FTP sowie der digitale Fernsehempfang. Letzterer funktioniert im Augenblick aber nur im Zusammenspiel mit einer Hauppauge-Nova-Karte. Sieht man von dieser Einschränkung ab, ist der Funktionsumfang erstaunlich. Um die zur Wiedergabe nötige Geschwindigkeit zu erzielen, unterstützt vlc alle gängigen MultiMedia-Prozessorerweiterungen wie 3D Now oder MMX. Außerdem kann jedes Dekodierungsmodul auf Mehrprozessorbetrieb geschaltet werden, sofern der Rechner über mehr als einen Prozessor verfügt.

In Anbetracht dieser Einstellungsmöglichkeiten wirkt die Benutzeroberfläche eher spartanisch. Sie ist jedoch sehr übersichtlich und funktionell aufgebaut. Im Gegensatz zu einem MultiMedia-Player wie xine wurde auf attraktives Design verzichtet – die Leistungsfähigkeit hat darunter aber nicht gelitten, so dass vlc eine interessante Alternative zu anderen Media-Playern ist.

Abbildung 3: DVD und VCD akzeptiert VLC als Datenquellen ebenso wie digitales Fernsehen
Abbildung 4: Ein Vielzahl von Decodern unterstützt fast jedes Multimedia-Format

Community news

Vom 16. bis zum 18. Juni findet zum vierten Mal die Gnome User And Developer European Conference (http://www.guadec.org/) (kurz GUADEC) statt. Veranstaltungsort ist diesmal das Trinity College in Dublin. Wie bereits in den Vorjahren bildet die Veranstaltung für Anwender und Entwickler das ideale Forum, um neue Ideen auszutauschen, Projekte vorzustellen, Probleme zu diskutieren oder einfach mehr über die Oberfläche zu erfahren. Zu diesem Zweck werden auch dieses Jahr wieder interessante Vorträge gehalten. Ein Vortragsplan erscheint jedoch sicher nicht vor Mai, da im Augenblick die Suche nach Referenten noch in vollem Gange ist.

Neben den Vorträgen finden auch drei Tutorials zu den Themen Gimp, GTK-Programmierung und GNOME System Administration of Network Installations statt. Je nach Tutorial liegt die Teilnahmegebühr zwischen 150 und 300 Euro. Wer bis zum 31. März bucht erhält einen Rabat von circa 30 Prozent. Damit ist die GUADEC auch in dieses Jahr wieder ein Muss für alle GNOME-Jünger.

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