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K-splitter

01.04.2003

Verhelfen Sie KOffice als Frühjahrsputz zu neuen, bunten Icons, bewundern Sie das überarbeitete Design der KDE-Homepage, und freuen Sie sich über die Geburtstagsausgabe des Allzweck-Chat-Programms Kopete.

Icons verzweifelt gesucht

Das Auge isst mit. Weil das so ist, ruft das KOffice-Entwickler-Team derzeit alle künstlerisch begabten KDE-Nutzer zum großen KOffice-Icon-Wettbewerb auf. Damit wollen die Developer sicherstellen, dass KOffice 1.3 nicht nur besser funktioniert, sondern auch besser aussieht als alle Vorgängerversionen. Wer seine Icons künftig auf den Desktops aller KOffice-User unterbringen will, sollte seine Vorschläge bis Ende April an Ismail Donmez, den Organisator des Wettbewerbs (voidcartman@yahoo.com), sowie die KOffice-User-Mailingliste koffice@kde.org schicken.

Ihrer Mail hängen Sie einen einzigen Screenshot an, der alle Bildchen gemeinsam zeigt. Außer diesem sollte Ihr Vorschlag die URL eines FTP/HTTP-Servers enthalten, von dem sich die Tester und Juroren die einzelnen Bilddateien herunterladen können.

Das KOffice-Team wünscht sich Icons für KOShell, KWord, KSpread, KPresenter, Krita, Karbon14, KFormula, Kugar und Kugar Designer sowie Kivio. Jede Anwendung benötigt ein Icon für's K-Menü, Bildchen für Toolbar, Menüleiste und Konfigurationsdialoge sowie ein Symbol für entsprechende Dokumente, von denen alle sowohl als 22x22- als auch als 32x32-Pixel-Ausgabe vorliegen müssen. Für die Anwendungsicons sollten Sie zusätzlich Varianten in den Größen 48x48, 64x64 und 128x128 Pixel erstellen. Als Grafikformat hat sich das KOffice-Team auf SVG oder PNG geeinigt – also Finger und Grafikprogramm weg von GIFs oder JPEGs.

Spartanisch

Dass Linux ressourcensparend ist, haben wir schon immer gewusst. Doch wurde in letzter Zeit immer häufiger die Sorge laut, dass sich dies mit einem Desktop wie KDE 3.1 ändern könnte. Entwarnung an der Hardware-Front gibt jetzt der leitende technische Berater Rob Reilly von Linux Planet. Er hat unseren Lieblingsdesktop auf einem 133-MHz-Pentium dem Härtetest unterworfen und beschreibt unter http://www.linuxplanet.com/linuxplanet/reviews/4676/1, wie toll High-End-Farben auf Low-End-Hardware ausschauen können. Einziger Kritikpunkt: die anfängliche Ladezeit. Sein Artikel sollte allen Besitzern antiquierter Computer Mut machen, es demnächst auch einmal mit dem aktuellen Release des K-Desktops zu probieren.

Bugfix für's Office-Paket

Kein Release ohne anschließende Fehlerbehebung: Auch bei KOffice 1.2.1 hat sich mal wieder der Fehlerteufel eingeschlichen. KWord-Nutzer werden es bemerkt haben: Die Textverarbeitung stürzt nach dem Schließen des Sonderzeichen-Dialogs sowie nach der Aktualisierung des Inhaltsverzeichnisses ab. Der Quelltext-Patch unter http://www.koffice.org/bugfixes/1.2.1_kword_crashes.diff löst diese Probleme.

Kopete feiert Geburtstag

Kopete, das modulare, erweiterbare Allzweck-Chat-Programm für KDE-Nutzer, begeht dieser Tage stolz sein einjähriges Jubiläum. Dem Anlass angemessen haben die Entwickler für alle Fans pünktlich zum Wiegenfest die neue Version 0.6 veröffentlicht (Abbildung 1). Die aktuelle Ausgabe unterstützt die Protokolle von MSN Messenger, ICQ, AIM OSCAR und Jabber ebenso wie IRC. Neue Features sind unter anderem durchsichtige Fenster, Chat-Tabs und die Möglichkeit, SMS-Nachrichten an Handys zu verschicken.

Sicherheitsbewusste Nutzer werden am neuen Kryptographie-Plugin ihre Freude haben, das es erlaubt, die ausgehenden Nachrichten zu signieren oder zu verschlüsseln. Außerdem haben die Entwickler Vorschläge des KDE-Usability-Teams aufgegriffen und damit die Benutzerführung deutlich verbessert. Unter http://kopete.kde.org/index.php?page=downloads finden Sie den Source-Code sowie fertige RPM-Pakete für die aktuellen Versionen der Distributionen von Mandrakesoft, Red Hat und SuSE.

Abbildung 1

Abbildung 1: Das Chat-Fenster von Kopete

Tee mit Stallman

Hohen Besuch bekam das französische KDE-Team am 11. Februar an seinem Stand auf der Paris Solutions Linux 2003, der größten französischen Linux-Show, die bislang unter dem Namen Linux Expo firmierte. Richard Stallman höchstpersönlich kam auf eine Tasse Tee vorbei und informierte sich dabei über die neuesten Entwicklungen (Abbildung 2). Als Kommandozeilen-Fan freute ihn besonders, dass Konsole über einen Full-Screen-Modus verfügt.

Aber auch sonst konnte sich das Team über mangelnden Andrang nicht beklagen. Ein besonderer Erfolg war der Verkauf der neuen KDE-Promo-CD Knoppix KDE, die auf der erfolgreichen Mini-Distribution Knoppix beruht: Über 200 Stück wanderten in die Taschen der Messebesucher.

Einzelheiten zu Knoppix KDE finden Sie unter der Adresse http://www.knoppix.net/docs/index.php/KnoppixKDE, seine Erfahrungen mit dieser Ausgabe der Ein-CD-Distribution stellt Vinod Kumar von Ammai.com unter http://ammai.com/modules.php?op=modload&name=Reviews&file=index&req=showcontent&id=2&page=1 ins Netz.

Einen ausführlichen Bericht über das gesamte Messe-Event und Bilder vom KDE-Stand gibt's auf den Seiten von KDE France unter http://www.kde-france.org/article.php3?id_article=98.

Abbildung 2

Abbildung 2: Teatime mit Stallman (rechts im Bild) auf dem KDE-Stand

Voll dokumentiert

Nach dem Release von KDE 3.1 gingen nun endlich auch die Dokumentationen zur neuen Version auf der KDE-Doku-Website online. Unter http://docs.kde.org/ finden Sie die Handbücher außer in englischer auch in deutscher, französischer und spanischer Sprache.

Neuer Feed für OPIE

KDE ist für Linux-betriebene PDAs wie den Sharp Zaurus oder den Compaq iPAQ zwar eine Nummer zu groß, doch da das — ebenfalls freie – Gegenstück namens Open Palmtop Integrated Environment" (OPIE, http://www.opie.info/) wie die Desktop-Schwester auf dem Qt-Toolkit basiert, arbeiten KDE- und OPIE-Entwickler eng zusammen und stellten auch auf der CeBIT gemeinsam aus.

Wer die Entwickler auf dem Endspurt zu OPIE 1.0 mit Bugreports unterstützen will oder einfach nur auf den Geschmack gekommen ist, sollte allerdings beachten, dass die OPIE-Installationsquelle im Internet, der Feed, soeben umgezogen ist: Statt wie in [1] angegeben unter http://131.152.105.154/feeds/ipaq/unstable/, hat er jetzt bei Handhelds.org eine neue Heimat gefunden. Der korrekte Eintrag der neuen Quelle in der Datei /etc/ipkg.conf auf dem PDA lautet nunmehr

src opie http://opie.handhelds.org/feed/ipaq/unstable/

Frühjahrsputz auf der KDE-Homepage

In einem völlig neuen Look präsentiert sich seit kurzem die offizielle KDE-Seite unter http://www.kde.org/. Das neue Web-Team, bestehend aus Christoph Cullmann, Rainer Endres und Jason Bainbridge, hat die Internet-Präsenz nach zwei Jahren erstmals komplett überarbeitet. Ihr neues Design lehnt sich an den Keramik-Stil, das neue Standard-Theme von KDE 3.1, an und beruht auf Arbeiten von Sebastian Faubel. Bislang glänzt nur die KDE.org-Hauptseite in den neuen bunten Farben; die anderen Web-Seiten unter dem KDE-Dach sollen in den kommenden Wochen und Monaten umgestellt werden.

Am Inhalt der Web-Präsenz änderte sich nicht viel, jedoch hat das WWW-Team einiges aktualisiert und neu angeordnet. Dabei rutschten die aktuellen Nachrichten und Programm-Veröffentlichungen leider ganz nach unten, was das eine oder andere Stirnrunzeln hervorrufen dürfte.

Abbildung 3

Abbildung 3: Der Keramik-Stil stand Pate für's neue Web-Design

Infos

[1] Carsten Niehaus: "Zwergen-Desktop", LinuxUser 10/2002, S. 58 ff.

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