Editorial

01.04.2003

Liebe Leserinnen und Leser,

die Programmierer- und Übersetzer-Teams von KDE und GNOME sind in den letzten Monaten sehr fleißig gewesen, und so sind vor Kurzem neue Versionen der beiden Desktops erschienen. Was Ihnen KDE 3.1 und GNOME 2.2 an Neuigkeiten bieten, zeigt unser ausführlicher Vergleich der Kontrahenten im Schwerpunkt dieser Ausgabe. Informationen zu den KDE- und GNOME-Paketen auf der Heft-CD finden Sie im einleitenden Artikel auf Seite 25.

Office-Markt wächst

Vor wenigen Wochen hat SoftKaker eine Beta-Version der Textverarbeitung TextMaker für Linux angekündigt. In einem ersten kurzen Test ließ sich das Programm problemlos installieren, und dank Import-Filter für Word-Dokumente kann man auch direkt loslegen. Wer am Beta-Test teilnehmen möchte, kann sich unter http://www.softmaker.de/tml.htm informieren und registrieren. Die Beta-Version ist zwar in der Laufzeit beschränkt, aber für einen ersten Blick reicht das nur 7,2 MB große Beta-Paket durchaus. Einen Testbericht der Beta-Version bringen wir in der nächsten Ausgabe.

Mit jeder neuen Portierung einer kommerziellen Windows-Anwendung auf Linux wächst die Akzeptanz des freien Betriebssystems. Für Linux als Server-Alternative braucht man heute nicht mehr zu argumentieren: Für Datenbank-, Datei- und Web-Server wird das System schon umfassend genutzt. Es ist vielmehr der Desktop-Einsatz, der von Vielen noch kritisch gesehen wird.

Linux-Desktop längst Realität

Dabei ist Linux auf dem Desktop doch längst Realität. Nicht nur in unseren Redaktionen wird täglich und ausschließlich mit Linux gearbeitet. Nun sind wir sicherlich "Überzeugungstäter" und auch zum einen oder anderen Kompromiss bereit, aber der konsequente und einheitliche Einsatz von Linux auf allen Rechnern ist nur möglich, weil Linux eben schon heute alle Features und allen Komfort bietet, der für produktives Arbeiten nötig ist.

Übrigens: Wer sich gerne mit der Debian-Distribution anfreunden würde – etwa, weil sich dort Software-Updates so einfach durchführen lassen oder weil Debian "GNU/Linux" so konsequent auf freie Software setzt –, den wird es freuen, dass mit dem Debian Desktop Project nun endlich an einer komfortableren Installation gearbeitet wird. Wir haben den Projektinitiator interviewt.

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