Linux und Multimedia
Multimedia ist unter Linux nicht nur machbar, sondern leistet inzwischen sogar Hervorragendes. Michael Mielewiczik und Thomas Drilling tragen in ihrem Anfang des Jahres erschienenen Buch die wesentlichen Informationen für die erfolgreiche Multimedianutzung zusammen.
Das Buch beginnt mit einem ausführlichen Kapitel über die Kernel-Konfiguration zur Nutzung von Multimedia-Geräten. In den 14 folgenden Kapiteln gehen die Autoren auf den Einsatz von Framebuffer Devices, moderner 3D-beschleunigter Grafik-Hardware, Sound-, TV- und Videograbber-Karten, Web-Cams, DVD-, Multimedia-Player und Audio- sowie Video-Codecs ein.
Kapitel über Digitalkameras und Scanner und CD-Brenner, einschließlich der dafür einsetzbaren Programme, runden das Buch zusammen mit einer Beschreibung der Firewire-Schnittstelle und der derzeit von Linux unterstützten Geräte ab.
Eine adäquate Diskussion der USB-Schnittstelle fehlt leider. Drilling und Mielewiczik gehen aber an verschiedenen Stellen auf die entsprechenden Linux-tauglichen Geräte wie etwa Scanner oder Digitalkameras ein.
Natürlich können die Autoren nicht auf alle Möglichkeiten, Probleme und deren Lösungen eingehen. Sie geben aber in den meisten Fällen gute, mindestens aber sinnvolle Anregungen, was bei Schwierigkeiten zu tun ist. Kapitel werden immer mit einem Abschnitt “Links” beendet, in dem die wichtigsten Internet-Adressen zu dem vorangegangenen Thema aufgeführt sind.
Ein nicht unerheblicher Teil der Informationen ist in Tabellenform vorhanden, in denen beispielsweise die Tuner und die für die Kernel-Module benötigten Parameter von TV-Karten zusammengefasst sind. Natürlich hätte man dafür auf die HOWTOs verweisen können, aber diese Informationen helfen gerade Anfängern schnell weiter. (Karsten Günther/agr)
Info
| Titel | Linux und Multimedia |
| Autoren | Michael Mielewiczik und Thomas Drilling |
| Verlag | Software & Support Verlag |
| ISBN | 3-935042-24-8 |
| Preis: | 29,95 Euro |
| URL | http://www.entwickler.com/buecher/linuxmultimedia |
Textverarbeitung mit dem vi-Editor
Der Editor vi ist ein treuer Begleiter des Administrators bei der Konfiguration eines Linux-Systems. Er ist einfach und schnell zu bedienen und auf den meisten Systemen in irgendeiner Variante zu finden. Dass er weit mehr kann, als einfaches Editieren von Textdateien leicht zu machen, zeigt das Buch “Textverarbeitung mit dem Vi-Editor” aus dem O’Reilly-Verlag.
Linda Lamb und Arnold Robbins haben sich des Themas angenommen und informieren auf rund 350 lesenswerten Seiten mit vielen Beispielen über die erweiterten Fähigkeiten des Programms. Dabei kommen auch die zahlreichen vi-Klone zur Sprache, und deren spezielle Eigenheiten werden erwähnt.
Wie sich schnell zeigt, verfügt der Editor über sehr mächtige Werkzeuge, die auch die Arbeit mit größeren Texten zum Kinderspiel machen. Mustererkennung, Suchen und Ersetzen sowie eine ausgefeilte Syntax für die Konfigurationsdatei lassen für viele Probleme eine elegante Lösung finden.
Die einzelnen Kapitel bauen aufeinander auf. Die ersten vermitteln Grundlagen, später vertiefen die Autoren die einzelnen Beispiele. Fortgeschrittenere Anwender können aber problemlos bei späteren Kapitel einsteigen und finden trotzdem Zugang zu den Beispielen, die angenehm allgemein gehalten und anschaulich sind.
Neben dem Standard-vi behandelt das Buch gegen Ende nvi, Elvis, vim und vile. Die vorangegangenen Kapitel sind allgemeingültig für alle Programme. So bietet das Buch für jeden Leser etwas.
Info
| Titel | Textverarbeitung mit dem Vi-Editor |
| Autoren | Linda Lamb und Arnold Robbins |
| Verlag | O’Reilly |
| ISBN | 3-89721-126-2 |
| Preis: | 30 Euro |
| URL | http://www.oreilly.de/catalog/viger/index.html |






