Automatische Kontoabfrage mit Linux

OpenHBCI skripten

Die Anwendung Aqmoney im Zusammenspiel mit OpenHBCI ist ein Beispiel zur effizienten Nutzung von Bankdiensten auf der Kommandozeile.

Skripte für Auszug und Überweisung, Libchipcard 0.8, OpenSSL 0.9.7, OpenHBCI 0.9.8

LinuxUser/hbci/

Lange Zeit gab es unter Linux kein Bankprogramm im Stil von T-Online, Quicken oder Zvlight. Der Anwender war gezwungen, auf Windows auszuweichen, wollte er nicht online im Web mit seinen Konten arbeiten. Aber das war auf die Dauer unbefriedigend.

Rückblick

Im letzten Jahr schien sich die Situation zu verbessern: Mit der Software Moneyplex der Firma Matrica (http://www.matrica.de) weckte ein erstes Programm für Linux Hoffnungen. Viele Anwender bestellten das Programm, nicht ohne vorher nachzufragen, ob die Software für die Linux-Distribution und Hausbank geeignet sei.

Die erste Enttäuschung kam rasch: SuSE 7.2 unterstützte den USB-Chipkartenleser nicht. Also musste ein serieller Leser bestellt werden, nur um festzustellen, dass die VR-NetWorld-Card mit dieser Moneyplex-Version noch nicht funktioniert. Auch die Disketten-Version, bei der die Bank die HBCI-Daten direkt zur Verfügung stellt, brach bereits beim Austausch des INI-Briefs ab.

Also lautete die Devise: Warten auf Version 5 von Moneyplex, welche versprach, die Chip-Karte zu unterstützen. Inzwischen auf SuSE 8.1 hochgerüstet, installierten wir Ende vergangenen Jahres gespannt die neue Version. Die Chipkarte wurde erkannt, aber das jähe Ende kam schnell: Der Datenaustausch beim Abholen der Kontendaten brach ab. Das hat sich auch mit der Disketten-Version nicht geändert.

Ursachenforschung

Warum es nicht funktionierte, versuchte zunächst die Bank herauszubekommen. Die Vermutung lautete: Die Karte ist gesperrt, man müsse eine neue bestellen.

Nach vier Monaten waren die Geduld am Ende und die vertane Probierzeit und die Investition in das Programm inklusive zwei Chipkartenleser abgeschrieben. Es musste trotzdem eine andere Lösung her – ohne Windows.

Da kam Anfang des Jahres die Meldung, dass es mit OpenHBCI eine Bibliothek gibt, die HBCI unter Linux möglich macht. Mit dieser Bibliothek und der rudimentären Kommandozeilenanwendung aqmoney konnte innerhalb weniger Tage eine funktionierende Bankverbindung mit Kontenabfrage, Abholen der Kontoauszüge und Überweisungen realisiert werden.

Diese Programme werden im Folgenden beschrieben. Natürlich soll erwähnt werden, dass Gnucash (http://www.gnucash.org) ebenfalls den HBCI-Zugriff integriert. Des weiteren arbeiten Entwickler an den Programmen KopenHBCI und GopenHBCI für die KDE- und GNOME-Umgebungen. Es wird also in absehbarer Zeit unter Linux mehrere grafische Programme geben.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Homebanking via HBCI mit Moneypenny
    Wer seine Bankgeschäfte häufig über das Internet erledigt, dem werden die üblichen Web-Interfaces schnell zu umständlich. Moneypenny kommuniziert statt via WWW über den HBCI-Standard mit der Bank und bietet eine übersichtliche Oberfläche für mehrere Konten sowie einen Offline-Modus.
  • software
  • Online-Banking mit Moneypenny
    Die Inkompatbilität der arbeitsfreien Zeit und der Banköffnungszeiten zwingt viele Berufstätige dazu, ihre Bankgeschäfte online abzuwickeln. Doch sowohl Komfort als auch Sicherheit der Web-Interfaces der Banken sind verbesserungsbedürftig.
  • Bankschalter adé
    Kontostand abrufen und Überweisungen ausführen – dazu müssen Sie nicht zur Bank gehen, diese Aufgaben können Sie ganz bequem vom heimischen PC aus erledigen. Komfortabel wird es mit dem Programm Moneyplex und einem Kartenleser.
  • GnuCash
    Homebanking muss nicht auf die Features beschränkt bleiben, die Ihre Hausbank auf der Web-Seite anbietet. Mit GnuCash benutzen Sie ein komfortableres Tool für die Kontenverwaltung.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 05/2018: GEODATEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

added to access control list
Ingrid Kroll, 27.03.2018 07:59, 10 Antworten
Hallo allerseits, bin einfache Nutzerin und absolut Linux-unwissend............ Beim ganz norm...
Passwortsicherheit
Joe Cole, 15.03.2018 15:15, 2 Antworten
Ich bin derzeit selbständig und meine Existenz hängt am meinem Unternehmen. Wahrscheinlich verfol...
Brother drucker einrichten.
Achim Zerrer, 13.03.2018 11:26, 1 Antworten
Da mein Rechner abgestürzt war, musste ich das Betriebssystem neu einrichten. Jetzt hänge ich wi...
Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...