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Frierender Server

eisfair: Ein Internet-Server auf Diskette

Disketten erstellen

Haben Sie die Konfiguration abgeschlossen, nehmen Sie zwei leere Disketten zur Hand. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster und wechseln Sie mit cd in das eisfair-Verzeichnis. Legen Sie nun die zukünftige Boot-Diskette ein. Mit dem Befehl

sh mkboot.sh

wird der Kopiervorgang gestartet. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, legen Sie die zukünftige Datendiskette ein. Mit

sh mkfloppy.sh

übertragen Sie alle notwendigen Treiber und Einstellungsdateien. Wenn Sie die Konfiguration in der Datei boot.txt zu einem späteren Zeitpunkt ändern möchten, brauchen Sie nur die Datendiskette mit dem genannten Befehl neu zu erstellen – die Boot-Diskette kann unverändert bleiben.

Der erste Kontakt

Legen Sie die Boot-Diskette in den Rechner ein, der als Server dienen soll. Stellen Sie ihn so ein, dass er das Betriebssystem als erstes auf Diskette sucht; das ist meist die Voreinstellung. Führen Sie anschließend einen Neustart durch bzw. schalten Sie den Rechner ein. Es startet nun das Installationsprogramm, das u. a. auch die Festplatte selbständig einrichtet. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, legen Sie die Datendiskette ein und bestätigen den Vorgang mit der Eingabetaste. Wurden alle Treiber korrekt geladen, nimmt eisfair Verbindung mit dem eisfair-Web-Server auf. Von dort wird dann das restliche System nachinstalliert.

Ist die Installation abgeschlossen, entfernen Sie die Diskette aus dem Laufwerk und starten den Server neu. Es sollte nun ein Anmeldebildschirm angezeigt werden. Nach der Anmeldung als Benutzer root können Sie mit dem Befehl setup ein simples Konfigurationsprogramm aufrufen. Dessen Menüpunkte werden über die Eingabe der entsprechenden Ziffer ausgewählt. Über das Hauptmenü lassen sich u. a. weitere Benutzer verwalten (User Administration) oder Pakete einspielen (Package Administration). Möchten Sie letzteres über das Internet, z. B. vom eisfair-Server vornehmen, muss wie bei der Installation eine Internet-Verbindung über einen weiteren Rechner Ihres Netzwerkes möglich sein. Die Auswahl eines Software-Pakets erfolgt mehr oder weniger bequem über das Setup-Programm. Vor dem Download erhalten Sie jeweils noch eine ausführliche Paketbeschreibung. Auf dem eisfair-Server liegt auch noch eine Komponente bereit, mit der man das System bequem über einen Browser einrichten und (fern-) steuern kann.

Bereits installierte Pakete lassen sich über den Punkt Service Administration des Setup-Programms einrichten. setup lässt sich übrigens sowohl als Benutzer root als auch als Benutzer eis starten. Letzterer ist z. B. dann nützlich, wenn eine Fernwartung notwendig wird.

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Menüpunkte finden Sie in der Dokumentation zu eisfair [3]. Dort treffen Sie auch auf viele nützliche Informationen zu einigen ausgewählten Paketen. Neben der Homepage ist die Dokumentation auch die erste Anlaufstelle, wenn Sie selbst Erweiterungen für eisfair schreiben möchten.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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