Rabiater fdisk-Einsatz

Vor der Installation sollten Sie unbedingt beachten, dass eisfair ohne Rücksicht auf Verluste die gesamte Festplatte für sich vereinnahmt: Bestehende Partitionen werden gelöscht. Sie müssen eisfair daher einen eigenen Computer mit leerer Festplatte spendieren. Es genügt hier schon ein altes System mit 486-Prozessor bei 66 MHz – zu empfehlen ist aber ein Modell der Pentium-Klasse. Weiterhin werden mindestens 32 MB Hauptspeicher und 128 MB freier Plattenplatz gefordert. eisfair selbst basiert auf einem älteren Linux-Kernel (Version 2.2.x). Sie sollten daher vor der Inbetriebnahme prüfen, ob eisfair Ihre Hardware unterstützt. Kommende Versionen werden einen aktuelleren 2.4.x-Kernel einsetzen.

Vorbereitungen

Alles, was man für den eigenen Server benötigt, sind zwei Disketten: eine Boot-Diskette, von der aus das System installiert wird, und eine Datendiskette mit weiteren Treibern. Beide Datenträger müssen allerdings erst generiert werden. Dies kann man sowohl unter Linux als auch von Windows aus durchführen. Sofern in Ihrem Linux-System noch nicht vorhanden, installieren Sie zu Beginn den C-Compiler (gcc).

Auf der Hardware-Seite sollten Sie sicherstellen, dass der zukünftige eisfair-Server an ein Netzwerk bzw. einen weiteren Computer angeschlossen ist, auf dem bereits Zugang zum Internet besteht (und der als Gateway arbeitet).

Laden Sie nun das Archiv von der eisfair-Homepage [1] (Sie finden es auch auf der Heft-CD im Verzeichnis LinuxUser/eisfair/) und entpacken Sie es in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Eines der neu angelegten Unterverzeichnisse hört auf den Namen config. Die dortige Datei boot.txt enthält die Startkonfiguration, die im nächsten Schritt angepasst werden muss. Dazu öffnen Sie sie mit einem Texteditor Ihrer Wahl. boot.txt besteht aus mehreren Abschnitten. Jeder Abschnitt wird durch eine kurze Beschreibung eingeleitet, die sich zwischen zwei langen Strichen befindet. Kommentarzeilen beginnen immer mit dem Zeichen # und werden ignoriert. Gehen Sie nun diese Datei Schritt für Schritt durch und passen Sie sie Ihren eigenen Bedürfnissen an. Wichtig ist im zweiten Abschnitt die Angabe Ihrer Netzwerkkarte. Kommentieren Sie dort zunächst die Zeile

ETH_DRV_1='ne'

aus, indem Sie ihr die Raute (#) voranstellen. Suchen Sie nun Ihr Modell. Löschen Sie in der zugehörigen Zeile das erste Zeichen (die Raute). Sofern Ihre Netzwerkkarte eine PCMCIA-Karte (z. B. in einem Notebook ist) müssen Sie noch im Abschnitt Optional PCMCIA support den Eintrag OPT_PCMCIA='no' in

OPT_PCMCIA='yes'

ändern.

Der letzte Abschnitt legt fest, welche Software-Pakete automatisch bei der Installation eingespielt werden sollen. Standardmäßig ist dies der Web-Server Apache. Diese Punkte sind optional, da Sie die zu installierenden Pakete auch später manuell auswählen können. Wenn Sie hier den Punkt PACKAGE_N='1' in PACKAGE_N='0' ändern, wird kein Paket automatisch installiert.

Eine ausführliche deutsche Dokumentation aller Punkte finden Sie in der Datei readme.txt, die dem Paket beiliegt, oder dem ebenfalls sehr ausführlichen, deutschen Handbuch [3] (auch auf der Heft-CD im gleichen Verzeichnis).

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