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deskTOPia: coolicon

01.03.2003 Zu einer Desktop-Umgebung gehören Icons. KDE und GNOME bringen die Mini-Anwendungsstarter von Haus aus mit, doch auch die Nutzer einfacher Fenster-Manager müssen nicht darauf verzichten.

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Wer Linux auf älterer Hardware mit grafischer Oberfläche betreiben will, muss etwas wählerisch sein. Ein ressourcenschonender Window-Manager wie icewm legt den Grundstein für komfortables Arbeiten [1], doch fehlen dem – im Vergleich mit integrierten Desktop-Umgebungen – Desktop-Icons. Diese lassen sich mit einer externen Anwendung nachrüsten, z. B. mit dem Programm coolicon, welches Bestandteil des cooledit-Pakets (http://cooledit.sourceforge.net/) ist.

Installation

Das große Los haben Debian-Benutzer gezogen: Diese Distribution spendiert coolicon ein eigenes Paket. Benutzer anderer Distributionen halten eher nach dem Paket cooledit Ausschau und installieren damit neben coolicon den von Paul Sheer geschriebenen, namensgebenden Editor sowie einen Manpage-Betrachter. Selbstkompilierer werden mit dem Dreisatz configure; make; make install glücklich. Falls Ihnen cooledit zuviel Ballast mitbringt, informiert Tabelle 1 über alternative Anwendungen zur Icon-Darstellung.

Tabelle 1: Alternative Tools zum Nachrüsten von Desktop-Icons

desklaunch Icons zum Anwendungsstart, für Puristen http://www.dreamind.de/oroborus.shtml
dfm Icons und Dateimanager, der "Workplace Shell" (WPS) von OS/2 nachempfunden [2] http://www.kaisersite.de/dfm/
rox Dateimanager, der auch Icons verwaltet [3] http://rox.sourceforge.net/

Es wird bunt

coolicon lässt sich ohne vorherige Konfiguration in Betrieb nehmen. Persönliche Einstellungen erfolgen über Menüs und liegen nach dem Abspeichern in der Datei ~/.coolicon. Der Programmautor empfiehlt, coolicon aus ~/.xinitrc oder ~/.xsession heraus zu starten, doch für die ersten Gehversuche reicht folgender Aufruf aus einem X-Terminal-Programm heraus:

coolicon &

Bei manchen Window-Managern hat dies den Nebeneffekt, dass die Icons geöffnete Fenster überlagern. Auch entsprechen die viel zu großen, einfach gezeichneten Icons nicht gerade dem erwarteten Komfort. Folgerichtig finden Sie in der Manpage von coolicon Anlaufstellen, wo Sie gefälligere Minibilder herbekommen. Für den Artikel verwenden wir aus Gründen der Nachvollziehbarkeit die mitgelieferten Bildchen, lediglich mit dem convert-Befehl aus dem ImageMagick-Paket in der Größe angepasst (Abbildung 1):

convert Originalbild -geometry 50x50 kleines_Bild
Abbildung 1

Abbildung 1: Coolicon zeichnet Icons für icewm

Die Originalbilder finden Sie bei Debian unter /usr/X11R6/lib/coolicon, wohingegen Selbstkompilierer unter /usr/local/share/coolicon fündig werden. Als Speicherort für die verkleinerten Bilder bietet sich ein Unterordner Ihres Home-Verzeichnisses an. Nun müssen Sie nur noch über das Kontextmenü eines jeden Icons den Menüpunkt Edit Icon... aufrufen und im erscheinenden Dialog-Fenster unter dem Menüpunkt Icon XPM file-name den Speicherort der verkleinerten Bildchen angeben.

Die coolicon-Kommandozentrale verbirgt sich hinter dem Icon manager. Anders als alle anderen Icons reagiert dieses jedoch nicht auf einen Doppelklick, sondern verfügt lediglich über ein Kontextmenü, das Sie mit der rechten Maustaste aufrufen. Beachten Sie, dass Sie die rechte Maustaste auch zur Navigation darin gedrückt halten müssen; durch Loslassen wählen Sie einen Eintrag aus.

Einige Einträge des "Icon manager"-Menüs finden Sie auch bei anderen Icons wieder. So können Sie z. B. über jedes Kontextmenü die Icon-Positionen speichern (Save icons) oder neue Bildchen hinzufügen (New icon...). Vom Schraubenschlüssel abgesehen lässt sich jedes nicht benötigte Icon löschen. Viel praktischer ist es jedoch, Vorhandenes zu nutzen und die Konfiguration anzupassen.

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