USB-Speicherriegel sind überaus praktisch und flexibel: Sie passen in jede Hosentasche und haben genug Platz für Präsentationen, SSH-Schlüssel oder ein paar Stunden MP3-Musik. Anders als Disketten- und Zip-Laufwerke lassen sich die Speicherriegel an (fast) jeden Computer anschließen – USB-Anschlüsse gehören seit Jahren zum Standard, und ab Windows 95b aufwärts benötigt man nicht einmal Treiber für die Einbindung.
Auch unter Linux lassen sich die USB-Speicher ohne Probleme betreiben. Als USB-Storage-Geräte werden sie seit Kernel 2.2.18 unterstützt und als SCSI-Festplatten ins System eingebunden. Angenehm überraschend beschreibt das umfangreiche Handbuch des MemoryBees nicht nur die Windows-Installation, sondern auch die Linux-Einbindung auf der Kommandozeile.
Auto-Erkennung bei SuSE
Für SuSE 8.1 ist keine Einrichtung nötig – der MemoryBee wird beim Einstecken erkannt und ein entsprechendes Symbol auf dem Desktop angelegt (Abbildung 1). Es wird generell nur die erste Partition eingebunden, und der Name /media/sda1 ist nicht sehr aussagekräftig. Beim Entfernen des Speicherriegels verschwindet das Symbol wieder.
Erst wenn der NoIcon-Eintrag entfernt wurde, wobei in den eckigen Klammern durchaus eine andere Geräte-ID stehen kann, zeigt KDE den USB-Speicherriegel beim nächsten Einstecken wieder an.
Mandrake-Einrichtung
Auch bei Mandrake lässt sich das USB-Laufwerk auf dem Desktop einbinden, allerdings etwas umständlicher als bei SuSE. Zunächst stecken Sie den USB-Speicher an und öffnen HardDrake im K-Menü unter Einstellungen, Hardware. Zum Programmstart müssen Sie noch das Root-Passwort eingeben.
HardDrake zeigt nun eine Liste der gefundenen Laufwerke an; wählen Sie dort in der Sektion Disk den Eintrag /dev/sda1 aus und klicken Sie auf Konfigurationswerkzeug starten. Es startet das Programm DiskDrake, die weitere Konfiguration erfolgt im Registerblatt sda. Wechseln Sie zunächst in den Experten-Modus. Als Einhängepunkt können Sie zum Beispiel /mnt/memorybee angeben, er wird zum Abschluss automatisch angelegt.
Komplexer sind die nötigen Optionen. Wählen Sie dort die Einträge sync, supermount, umask=0 und user, wobei einige andere Optionen automatisch aktiviert werden. Mit OK verlassen Sie das Optionen-Menü wieder und beenden DiskDrake mit Fertig. Schließlich müssen Sie noch die Änderungen der /etc/fstab bestätigen.
Damit ist der Datei /etc/fstab folgende Zeile hinzugefügt worden:
none /mnt/memorybee supermount dev=/dev/sda1,fs=vfat,--,user,umask=0,sync 0 0
Die Einrichtung ist nun fast fertig, Sie müssen sich nur über die Konsole kurz als Root anmelden und mit mount -a das automatische Mounten des USB-Speichers aktivieren.
Auf dem Desktop wird das Symbol am besten unter Removeable media angelegt. Dazu kopieren Sie am einfachsten das Disketten-Symbol und fügen es als MemoryBee ein. In den Eigenschaften müssen Sie noch die Adresse ändern in /mnt/memorybee und bei Bedarf ein anderes Symbol auswählen – fertig.



