Tipps und Tricks zur Optimierung des KDE-Desktops, eine neue Mailingliste und das Vektorgrafikprogramm Karbon16 unterhalten Sie im März – wenn Sie nicht ohnehin mit der Installation von KDE 3.1 beschäftigt sind.

Willkommen, KDE 3.1

Dass der KDE-Desktop mit der Ende Januar veröffentlichten neuen stabilen Ausgabe 3.1 ein neues Aussehen, den Keramik-Stil mit den Crystal-Icons, bekommt, darauf haben wir Sie in den K-Splittern der letzten Monate sachte vorbereitet. Doch was ist sonst neu? Statt neugierigen Usern wie bisher einfach nur eine langwierige und für Nicht-Programmierer oft schwer verständliche Changelog-Datei in die Hand zu drücken, legt sich die KDE-League diesmal richtig PR-mäßig mit dem hübsch gestalteten "New Feature Guide" (http://promo.kde.org/3.1/feature_guide.php) ins Zeug.

Den größten Schritt nach vorn haben wie zu erwarten die PIM-Applikationen KMail (vgl. S. 29, 32, 33) und KOrganizer gemacht, auch wenn deren Sprung in die Groupware-Kategorie erst für KDE 3.2 geplant ist. Video-Enthusiasten freuen sich über einen neuen Video-Dekoder auf der Basis von Xine, Lernwillige über neue Applikationen wie die Japanisch-Referenz Kiten oder den Vokabeltrainer FlashKard. Auch alte Bekannte wie die Web-Entwicklungsumgebung Quanta Plus und der 3D-Modeler KPovModeler haben mit diesem Release den Sprung in die offizielle KDE-Distribution geschafft.

Neuer Endspurt für KOffice

Wenn Release-Koordinatoren gewählt werden, können sich Fans bald auf eine neue stabile Version freuen. Bei KOffice hat diese Aufgabe Lukas Tinkl übernommen und schon steht der erste Release-Plan für KOffice 1.3 mit seinen Terminen und Neuerungen fest. Danach beginnt der neue Entwicklungszyklus im April mit der ersten Beta-Version und endet Anfang September 2003 mit dem Final-Release.

Unter den zahlreichen geplanten Features befinden sich langersehnte Funktionen wie eine Silbentrennung für KWord und KPresenter, über 100 neue Formeln für KSpread sowie nochmals verbesserte Filter. Neu hinzukommen das Vektorgrafikprogramm Karbon16 (Abbildung 1) sowie Kexi, eine Anwendung für das Datenbank-Management, über die bereits die K-Splitter 02/2003 berichteten.

Abbildung 1: Das neue Vektorgrafikprogramm Karbon16

Optimal

Auch gute Dinge wie KDE lassen sich optimieren. Aus diesem Grund haben die KDE-Entwickler eine weitere Mailingliste mit Namen kde-optimize für alle die ins Leben gerufen, die die Arbeit mit dem Desktop effizienter gestalten möchten. Wer sich unter http://mail.kde.org/mailman/listinfo/kde-optimize anmelden mag, sollte sich als Einstiegslektüre zwei von den Machern bereits veröffentlichte Dolumente zu Gemüte führen: Nummer eins erklärt unter http://dforce.sh.cvut.cz/~seli/download/tips.html, wie KDE-Nutzer die Performance ihres Desktop mit ein paar Kniffen optimieren können, das zweite Dokument (http://www.csh.rit.edu/~benjamin/articles/optimize.php) richtet sich an KDE-Entwickler, die ihre Anwendungen verbessern wollen.

Groupware-Gruppentreffen

Wenn KDE-Programmierer sich zusammensetzen, lassen Taten nicht lange auf sich warten. So auch beim Kroupware/Kaplan Hackfest, zu dem die am Kroupware-Projekt (vgl. K-Splitter 11/2002 und 12/2002) beteiligten Unternehmen Intevation, Klarälvdalens Datakonsult und Erfrakon vom 3. bis zum 5. Januar sämtliche Mitglieder der KDE-PIM-Entwicklerfamilie nach Osnabrück einluden, um das weitere Vorgehen und die zukünftige Entwicklungsarbeit abzustimmen.

Direkt vor Ort erblickte beispielsweise ein neuer Starter für DCOP-Dienste das Licht der Welt; und das Ressourcen-Framework, über das KOrganizer auf einen Exchange-Server zugreifen kann, wanderte von kdepim nach kdelibs/kresources. Es enthält jetzt auch Code, um auf die kommende KDE-Alternative zu Exchange namens Kolab zuzugreifen. Bernhard Reiter fasste die Ergebnisse unter http://pim.kde.org/development/meetings/20030103/summary_report.php zusammen.

Abbildung 2: Hackertreffen in Osnabrück (von links nach rechts: Lutz Rogowski, Tobias König, Ingo Klöcker, Marc Mutz, Bo Thorsen, David Faure, Daniel Molkentin, Carsten Niehaus, Steffen Hansen, (im Vordergrund:) Karl-Heinz Zimmer, Cornelius Schumacher, Bernhard Reiter)

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