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Stromreserve

APC Back-UPS ES 350 unter Linux einsetzen

Kommunikation über USB

Die Kommunikation zum Rechner läuft über ein USB-Kabel, das der USV beiliegt. Darüber können per Steuerprogramm der Status der USV sowie Restzeit und Batterieladung abgefragt werden. Das Programm Power-Chute von APC funktioniert jedoch nicht mit USB-Stromversorgungen; die Alternative heißt apcupsd von Kern Sibbald und Riccardo Facchetti und steht unter [1] zum Download bereit. Für SuSE 8.1, SuSE 8.0 und Mandrake 9.0 haben wir RPM-Pakete gebaut, die Sie bei [2] bekommen. Bei Debian ab Sid ist apcupsd in der Distribution enthalten, allerdings muss es Version 3.10.4 oder höher sein.

Für die RPM-Pakete müssen Sie bei SuSE zuvor das Paket gd und bei Mandrake libgd1 installieren. Wer die Quellen selbst übersetzen will, benötigt bei SuSE und Mandrake jeweils die Pakete des Entwicklungssystems und erweiterten Entwicklungssystems sowie gd-devel respektive libgd1-devel. Eine Anleitung, welche Konfigurationsparameter nötig sind, gibt es im Dokumentationsbereich von [1].

Die Konfigurationsdateien von apcupsd liegen zentral in /etc/apcupsd und sind von Haus aus für die Modelle Back-UPS ES und Back-UPS CS von APC mit USB-Schnittstelle eingerichtet. Änderungen sind im Allgemeinen nicht erforderlich.

USV als Joystick

Beim Anschließen der USV wird sie interessanter Weise als Joystick erkannt, das dafür benötigte Kernel-Modul hid sollte automatisch geladen werden. Der Daemon apcupsd wird beim Systemstart automatisch geladen und überwacht die Stromversorgung. Bei Stromausfall oder Kommunikationsproblemen mit der USV warnt apcupsd automatisch alle eingeloggten Benutzer und versendet eine E-Mail an Root. Weitere Aktionen können über die Skripte onbattery, mainsback und andere in /etc/apcupsd angestoßen werden. Ist die Batterie erschöpft, fährt apcupsd den Rechner per shutdown automatisch herunter.

Der Status der USV kann mit drei Programmen abgefragt werden; apcaccess listet auf der Kommandozeile die Statuswerte schlicht als Text auf, powerflute benutzt bereits Rahmen und Menüs. Die beste und umfangreichste Darstellung macht das CGI-Programm multimon.cgi, das im CGI-Verzeichnis unter apcupsd gespeichert wird. Allerdings muss zur Verwendung der Apache installiert und korrekt konfiguriert sein, der Abruf erfolgt dann mittels Browser über die URL http://127.0.0.1/cgi-bin/apcupsd/multimon.cgi. Abbildung 2 zeigt die grafische Statusübersicht im Konqueror.

Abbildung 2: Die beste Übersicht bietet das CGI-Programm multimon.cgi, dafür muss allerdings Apache installiert sein

Welche Daten der USV angezeigt werden können, hängt vom Modell und dem verwendeten Anschluss ab – so liefert die Back-UPS ES über USB keine Belastungsanzeige, auch kann die derzeitige Netzspannung nicht abgefragt werden. Kapazität und Restlaufzeit bieten aber alle Modelle. Eine Beschreibung, wie man andere USV von APC mit apcupsd betreibt, findet sich im Dokumentationsbereich von [1].

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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