Spezifische Druckerfreigaben

Falls Sie nur einen speziellen Drucker unter Windows freigeben wollen, fügen Sie die Option auto services in den Abschnitt [global] der Datei smb.conf ein. Hier tragen Sie den Namen der freizugebenden Druckerwarteschlange an, wobei die gleiche Schreibweise wie in der Datei /etc/printcap zu verwenden ist. Mit folgendem Eintrag würden Sie also auf einfache Weise den Standarddrucker (z. B. minolta 1250) freigeben:

auto services = minolta 1250

(Oft heißt der Standarddrucker lp0.) Für so einen speziellen Drucker verwenden Sie eine spezielle Freigabe, die ähnlich einer Laufwerks-Freigabe unter Samba den Namen den freizugebenden Druckers tragen muss, also

[minolta 1250]
printable = yes
comment = Minolta Laserdrucker QMS 1250
public = yes
writeable = no
browseable = yes
printer driver = minolta 1250

Der Name der Freigabe (eckige Klammern) muss mit dem in der Zeile auto services angegebenen Namen und dem Druckernamen (bzw. dessen Alias) aus der Datei /etc/printcap übereinstimmen. Dabei müssen Sie unbedingt beachten, dass Sie in der Zeile für den Druckertreiber die Beschreibung genau so eingeben, wie beim unter Windows installierten Treiber, also etwa minolta 1250. Denken Sie daran, die Änderungen in der Datei /etc/smb.conf abzuspeichern. Es ist ratsam, vorher eine Kopie anzulegen, falls Sie unsicher sind. Abschließend starten Sie Samba neu, häufig über einen Befehl der Form

/etc/init.d/smb restart

Client-Treiber

Melden Sie sich jetzt an Ihrer Windows-Workstation mit Ihrem Netzwerknamen und Passwort an und öffnen Sie die Netzwerkumgebung. Hier sollte nach kurzer Zeit der Samba-Drucker aufgelistet werden. Bei Windows XP wechseln Sie ebenfalls in die Netzwerkumgebung und klicken auf Arbeitsplatzcomputer anzeigen. Um den Suchprozess zu beschleunigen, können Sie auch direkt mit der Suchfunktion des Explorers nach dem Samba-Server suchen (IP-Nummer oder NetBIOS-Name des Samba-Servers). Falls Sie den zugehörigen Windows-Treiber nicht vorab installiert haben, werden Sie beim Versuch, sich mit diesem Drucker zu verbinden (Kontextmenü Drucker verbinden) darauf hingewiesen, dass auf dem Server kein passender Treiber für diesen Drucker zu finden ist (siehe Abbildung 2). Bei Windows 98 können Sie mit der rechten Maustaste klicken und installieren wählen, wodurch sich das Dialogfeld Druckereinrichtung öffnet.

Abbildung 2: Durch die Freigabe eines Druckers via Samba ist dieser noch nicht mit einem Treiber verbunden. Das merken Sie spätestens, wenn Sie die Freigabe anklicken

Sie können die Druckertreiberdateien für die Clients auch auf dem Server ablegen. Mit Hilfe des Samba-Parameters printer driver location kann sich dann der Windows-Client informieren, wo die Dateien zu finden sind. Allerdings funktioniert das nicht immer.

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