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Gnomogram

News und Programme rund um GNOME

01.02.2003

Wahlen bei der GNOME Foundation

Ende November fanden bei der GNOME Foundation, einem Zusammenschluss der meisten GNOME-Entwickler sowie verschiedener Firmen wie Ximian und Red Hat, die Wahlen zum "Board of Directors", dem Management der Foundation, statt. Dessen Mitglieder werden jeweils für ein Jahr gewählt und überwachen die Entwicklung von GNOME im Allgemeinen, treffen notwendige Entscheidungen, führen Gespräche mit Firmen oder beschließen anstehende Investitionen. Für die elf Sitze im "Board" stellten sich diesmal 23 Mitglieder zur Wahl. Seit dem 03.12.2002 steht nun das vorläufige Ergebnis (http://foundation.gnome.org/elections/2002/preliminary_results.html) fest und kann auf der Web-Seite der Foundation eingesehen werden. Dabei fällt auf, dass einige ihre Aufgaben so gut erledigen, dass sie bereits zum dritten Mal in Folge gewählt wurden. Andere wie z. B. Richard Stallman von der FSF schafften es nicht in das Gremium. Somit besteht das "Board of Directors" aus fünf Ximian-Mitarbeitern, je zwei Angestellten von Red Hat und Sun sowie einem unabhängigen Berater und einem Compaq-Mitarbeiter.

GNOME Deutschland online

Für alle GNOME-Interessierten, die sich deutschsprachige Informationen zu GNOME wünschen, gibt es seit Ende November die Web-Seite GNOME Deutschland (http://www.gnome.de). Einige der deutschsprachigen Entwickler und GNOME-Nutzer erkannten die Notwendigkeit einer deutschen Seite, um die Übersetzung von GNOME und die Beteiligung deutscher Anwender an der Entwicklung zu verbessern. Neben aktuellen Informationen bietet die Seite Hilfen sowie Tipps und Tricks rund um GNOME. Allerdings ist das Angebot im Augenblick noch etwas dünn, was sich aber sicher in den nächsten Wochen ändert.

In der Zwischenzeit können kreative GNOME-User ja am Gewinnspiel teilnehmen: Gesucht wird ein Maskottchen für GNOME Deutschland. Wer mitmachen möchte, findet Teilnahmebedingungen, sowie den Einsendeschluss auf der Web-Site. Als Gewinn winkt dreimal "GNOME 2.0 – Das Entwicklerhandbuch".

Abbildung 1

Abbildung 1: GNOME Deutschland will deutsche Anwender informieren und stärker in die GNOME-Entwicklung einbinden

Goats, Notizzettel für die Oberfläche

Selbstklebende Notizzettel, egal in welcher Form und Farbe, sind heute für jedes Büro unentbehrlich. Was liegt da näher, als diese praktischen Helfer auch für die Arbeitsoberfläche zu entwickeln – schließlich hängen ihre Papierahnen an fast jedem Monitor. Goats (http://www.menudo.freeserve.co.uk/goats.html) ist ein solches Sticky-Notes-Programm, das dem von KDE bekannten KNotes nachempfunden ist und wesentlich mehr kann als Notizen an die Oberfläche zu heften. Neben den üblichen Textoperationen wie Ausschneiden, Kopieren oder Speichern lassen sich Notizen direkt als E-Mail versenden. Auch das Erscheinungsbild ist nach Belieben modifizerbar: Schriftart, Größe und Farbe sind ebenso änderbar wie die Hintergrundfarbe einer Notiz. Wichtige Einträge fallen dann sofort ins Auge.

Damit Sie auch ja keinen Termin vergessen, lässt sich jede Notiz mit einem Alarm versehen, der wahlweise nur eine Nachricht oder die komplette Notiz einblendet. Auf Wunsch spielt goats auch ein akustisches Signal ab. Selbst zyklisch wiederkehrende Ereignisse berücksichtigt die Alarmfunktion. Damit ist es fast unmöglich, eine Notiz zu vergessen, und Ausreden wie "Die Notiz blieb nicht am Monitor haften" gehören der Vergangenheit an. Schade, aber der Chef wird sich freuen.

Abbildung 2

Abbildung 2: Mit goats geht keine Notiz verloren

Bluefish, kurz notiert

Wir haben schon öfter über den HTML-Editor Bluefish (http://bluefish.openoffice.nl/) berichtet. Nun haben die Entwickler eine neue, auf den GTK-2-Bibliotheken basierende Version für GNOME 2 herausgegeben.

Die neue Version wirkt auf den ersten Blick recht ansprechend, was sicher nicht unerheblich an den Anti-Alias-Funktionen und der Multi-Encoding-Unterstützung der zugrundeliegenden GTK-Bibliotheken liegt. Allerdings stellt man schnell fest, dass einige Funktionen fehlen: Sowohl das Projekt- als auch das Link-Management wurden noch nicht implementiert. Auch einige Vorschaufunktionen und die WML-Unterstützung für WAP-Sites fehlen noch.

Bluefish hat auch Neuerungen zu bieten. So wurde zum Beispiel das Syntax-Highlighting verbessert, und die Schnellzugriffleiste lässt sich nun den eigenen Bedürfnissen anpassen. Außerdem wurde die Suchen-und-Ersetzen-Funktion erheblich verbessert. Wer also auf Eigenschaften wie Projektmanagement verzichten kann, sollte sich die neue Version ruhig einmal anschauen.

Abbildung 3

Abbildung 3: Auf den ersten Blick wirkt bluefish schlanker und geordneter

Abbildung 4

Abbildung 4: Die Konfigurationsmöglichkeiten sind umfangreich wie eh und je

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