Fensterchen
LindowsOS 3.0
Fazit
Lindows bietet deutlich weniger als andere Distributionen. Die Zahl der sofort nach der Installation benutzbaren Programme ist zu klein, als dass man mit dem System produktiv arbeiten könnte. Das Geschäftsmodell, freie Programme für einen recht hohen Jahresbeitrag zu verkaufen, ist fragwürdig. Schwächen bei der Installation und die nicht vorhandene Unterstützung für einen Internet-Zugang über ISDN sind weitere Kritikpunkte. Das ursprüngliche Ziel, Windows-Programme unter einer Linux-Distribution ausführen zu können, ist nicht erreicht worden, denn mit Wine kann nur einfache oder ältere Software benutzt werden.
Unter der Haube von Lindows werkelt ein Debian 3.0 Woody [3], das um XFree 4.2 erweitert wurde. Mit den Paketverwaltungsprogrammen (z. B. apt oder dselect) von Debian lassen sich Programme am Software Warehouse von Lindows vorbei einspielen. Dennoch: Wer ein Debian-System benutzen möchte, sollte besser gleich zum Original greifen; Anfänger sind mit Distributionen wie SuSE oder Mandrake besser bedient, die eine Vielzahl von Programmen für alle Lebenslagen ohne aufwendige und langwierige Installation über das Internet mitliefern.



