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Zeitreise

Emulatoren unter Linux

Amiga-Software

Damit wäre die Einrichtung abgeschlossen – jetzt fehlen nur noch die Programme. Leider gibt es hier einen kleinen Haken: Alle Amiga-Computer verwendeten zur Speicherung 3,5-Zoll-Disketten, wie sie auch heute noch üblich sind. Commodore setzte allerdings auf ein spezielles, proprietäres Speicherformat. Mit ihm kann man zwar mehr Daten auf den kleinen Magnetscheiben unterbringen, dafür lassen sich letztere aber nicht mehr auf heutigen PCs lesen. Man löst dieses Problem, in dem man auf dem Amiga eine Diskette Bit für Bit ausliest und in einem (Disk-) Image speichert. UAE liegt hierfür das Programm transdisk bei. Eine deutsche Anleitung finden Sie in der bereits angesprochenen Datei LIESMICH. Die Übertragung auf den PC erfolgt anschließend entweder mit einem seriellen Kabel nebst Terminalprogramm oder über einen speziellen Treiber, der dem Amiga den Zugriff auf PC-Disketten ermöglicht (MessyDOS [7] oder CrossDOS; letztes lag einigen Workbench-Versionen bei).

Sobald die Diskettenabbilder auf dem PC vorliegen, können sie unter UAE im Register Floppy disks und unter xfellow über das Hauptfenster eingebunden werden. Insgesamt lassen sich vier angeschlossene Diskettenlaufwerke emulieren. Um ein Disketten-Image auszuwählen, klicken Sie auf einen der Insert- bzw. ...-Knöpfe auf der rechten Seite. Die Images erkennen Sie an der Dateiendung .adf.

Abbildung 10: Über dieses Register werden die Disk-Images eingebunden – die Lampen auf der linken Seite zeigen die Laufwerksaktivitäten an

Die eigentliche Emulation stoßen Sie unter UAE über den Pause-Knopf bzw. bei xfellow mit einem Klick auf Start Emulation an.

Abbildung 11a: Die Einschaltmeldung des Amiga 500 unter Kickstart 1.3…

Abbildung 11b: .. und unter Kickstart 3.0. Wenn die Emulatoren diese Bildschirme zeigen, stimmen Ihre Einstellungen

Mach ma lala

Wie bereits angesprochen, sorgten auch die Sound-Fähigkeiten des Amigas für Anerkennung. Als Standardformat für Musikdateien etablierte sich schnell das MOD-Format. Dieses war und ist so populär, dass sogar Abspielprogramme für Linux existieren. Auch xmms beherrscht dieses Format. Futter in Form von Musikstücken finden Sie z. B. im Aminet [7].

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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