Aloha Waimea
deskTOPia: waimea
Stilvoll
Dass der Programmautor eine Vorliebe für grafische Spielereien hat, sieht man auf den ersten Blick: Es gibt wohl kein Detail der Fensterdekoration, das nicht frei konfigurierbar ist. Ob einfarbig, mit pseudo-transparenten Pixmaps oder gar durchsichtigen Menüs samt TrueType-Schrift und Antialiasing – der optischen Wandlungsfähigkeit von waimea sind nur die Grenzen Ihrer Phantasie gesetzt.
All diese Einzelheiten werden in sogenannten Style-Dateien definiert. Welche waimea benutzt, teilen Sie dem Window Manager in der Konfigurationsdatei ~/.waimearc mit. Per Default kommt die mitgelieferte Datei /usr/local/share/waimea/styles/Default.style zum Einsatz. Die darin enthaltene Optionsvielfalt erschlägt den Nutzer förmlich. Hat man nicht die Geduld, selbst einen Style zu schreiben oder Default.style anzupassen, muss man sich nach Alternativen umsehen.
Da waimea die Style-Dateien des Window Managers blackbox unterstützt, finden Sie unter [4] unzählige Styles. Obwohl nicht alle blackbox-Optionen (z. B. besitzt waimea keine Toolbar) funktionieren, gibt es keine Probleme, da waimea die ihm unbekannten ignoriert. Andersherum nutzen blackbox-Style nicht alle waimea-Features aus; beispielsweise lassen sich keine pseudotransparenten Texturen definieren.
Inzwischen stellen aber auch einige grafisch talentierte waimea-Fans selbstentworfene Styles zur Verfügung [5]. Neben einigen Beispielen finden Sie auf der Heft-CD die Datei Readme.styles, die Hinweise gibt, wie Sie die Styles in Ihr System einbinden.
Glossar
Sloppy-Focus
Bei dieser Variante des Fenster-Managements reagiert ein Fenster auf Eingaben, sobald sich der Maus-Cursor über ihm befindet. Handelt es sich dabei nicht um das oberste Fenster von mehreren überlappenden, bleibt es aber weiterhin im Hintergrund.
Fenster-Klassen
Jedes Fenster, das auf dem Display gezeichnet wird, gehört zu einer mehr oder weniger aussagekräftigen, vom Programmierer vorgegebenen Fenster-Klasse, die sich mit den Befehlen "xlsclients -l" oder "xprop -name programmname" auslesen lässt.
Antialiasing
Die Kantenglättung bei Schriften soll ein weniger eckiges Aussehen der Fonts bewirken. Je nach Anwendung kann sich Antialiasing auch nachteilig auswirken und zu einem unscharfen Schriftbild führen.
Infos
[2] Joachim Moskalewski: "Hintergrund-Menü", LinuxUser 12/2001, S. 72, http://www.linux-user.de/ausgabe/2001/12/072-desktopia/desktopia-chbg-3.html
[3] Marc André Selig: "Nadel im Heuhaufen", LinuxUser 08/2002, S. 74
[4] http://themes.freshmeat.net/browse/920/
[5] http://130.239.134.83/cgi-bin/waimea/waimeass.pl?mode=list



