deskTOPia: waimea

Aloha Waimea

Entspannung, Komfort und eine schöne Aussicht – wer wünscht sich das nicht in den kalten Wintermonaten? Zumindest auf dem Desktop kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen.

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Window Manager gibt es wie Sand am Meer, doch etwas scheint immer zu fehlen. Wie anders erklärt es sich sonst, dass trotz der guten Versorgung mit Fensterherrschern immer wieder neue geschrieben werden? Mit dem ehrgeizigen Ziel, den effizientesten von allen zu schaffen, hat sich auch David Reveman an's Werk gemacht und waimea [1] entwickelt. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, doch schon jetzt beeindruckt das Programm durch Schnelligkeit und extreme Konfigurierbarkeit.

Die Einrichtung

Da die stabile Version 0.4.0 erst kürzlich erschien, kann man zur Installation noch nicht auf fertige Binär-Pakete zurückgreifen, sondern muss selbst Hand anlegen, sprich kompilieren. Allerdings ist waimea ein genügsamer Vertreter seiner Gattung und setzt lediglich XFree, Imlib2 und die entsprechenden Development-Pakete voraus. Wollen Sie TrueType-Schriften nutzen, sollten auch libfreetype und das dazu gehörende Entwicklerpaket vorhanden sein.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt und der Source-Code entpackt, erledigt der Dreisatz ./configure; make; make install-strip die Installation nach /usr/local. Da sich waimea zum Setzen des Hintergrunds des externen Programms Esetroot bedient, empfiehlt es sich, das Paket Eterm von den CDs Ihrer Distribution zu installieren. Alternativ ersetzen Sie den Aufruf von Esetroot in der letzten Zeile der Datei /usr/local/share/waimea/styles/Default.style durch ein anderes Programm, beispielsweise durch chbg [2].

Wie starten?

Gar vielfältig sind die Wege der Distributionen, den Wunsch-Window-Manager festzulegen, so dass Ihnen hier hoffentlich die Dokumentation Ihres Distributors weiter hilft. Distributionsunabhängig liegt die Zuständigkeit für die Auswahl des Fenstermanagers bei den Dateien ~/.xinitrc (wenn Sie den X-Server mit startx auf einer Konsole starten) oder ~/.xsession (wenn Sie sich grafisch einloggen). Soll waimea zum Einsatz kommen, kommentieren Sie die Startzeile des gewohnten Window Managers oder einer Desktop-Umgebung aus und tragen stattdessen die Zeile

exec /usr/local/bin/waimea

ein. Sieht Ihre X-Start-Datei komplizierter aus, legen Sie eine Sicherheitskopie davon an und erzeugen eine neue ~/.xsession bzw. ~/.xinitrc, in der lediglich diese eine Zeile steht. Eventuelle Auswahlmöglichkeiten beim grafischen Login entfalten dann natürlich keine Wirkung mehr; stattdessen startet waimea (Abbildung 1). Eine Ausgangsbasis für die individuelle waimea-Konfiguration bekommen Sie, indem Sie die systemweite Konfig-Datei mittels

cp /usr/local/share/waimea/config ~/.waimearc

in Ihr Home-Verzeichnis kopieren. Vorsorglich legen Sie dort zudem noch das Verzeichnis .waimea an, in dem Sie später eigene Styles, Menüdateien und Ihre persönliche Konfiguration der Fenstersteuerung speichern.

Abbildung 1: waimea in der Default-Konfiguration

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