News und Programme rund um Gnome

Gnomogram

gman, die Man-pages im Griff

Man-Pages sind seit jeher die erste Anlaufstelle, wenn mehr Informationen über Konfigurationsdateien, Programmparameter oder Funktionen gebraucht werden. Allerdings hat sich die Bedienung des man-Befehls über die Jahre leider nicht weiter entwickelt. Zwar gibt es eine X-Variante, deren Bedienung aber auch nicht als komfortabel oder gar intuitiv gerühmt werden kann.

Gman (http://homex.coolconnect.com/user/xkwang/gman/) versucht nun, dem Benutzer im Man-Page-Dschungel den Durchblick zu bringen.

Bei der Entwicklung von gman hatte der Programmier besonders Unix-Neulinge im Sinn – die Zielgruppe, die sicher am häufigsten auf Man-Pages zurück greift, aber auch am leichtesten den Überblick verliert. Um in der Fülle von Man-Pages schnell die richtige zu finden, kann der Benutzer deshalb in gman nach Schlüsselwörtern oder im Index suchen. Zur besseren Übersicht lassen sich dabei im Index alle nicht benötigten Man-Page-Bereiche ausblenden. Das reduziert die Anzahl der Dokumente erheblich. Wurde die gesuchte Man-Page gefunden, stellt sich die Frage, wie die Daten angezeigt werden sollen. Hier hat der Benutzer die Wahl zwischen einer Anzeige in einem Terminal-Fenster oder im Ghostview. Letzteres ist besonderes praktisch, wenn die Man-Page später auch gedruckt oder als PDF-Datei weiter gegeben werden soll. Theoretisch ist auch die Anzeige in einem Browser möglich, was aber im Test nicht funktionierte.

gman ist eine gute Alternative zum unhandlichen xman. Dank der verschiedenen Anzeigeprogramme und der übersichtlichen Bedienung brauchen auch Unix-Neulinge keine Scheu mehr vor den berüchtigten Man-Pages zu haben.

Netzwerkwartung mit Gnome

Netstat gehört unter Unix zu den wichtigsten Bordmitteln, wenn man feststellen möchte, auf welchen Ports der eigene Rechner im Augenblick Dienste anbietet oder welche Verbindungen bestehen. Leider ist die Ausgabe von netstat auf den ersten Blick nicht sehr übersichtlich. Mowie (http://cuspy.com/software/mowie/) ist ein Gnome-Programm, das dem Benutzer hilft, schnell die gewünschten Informationen zu finden.

Nach dem Start listet Mowie alle bestehenden Verbindungen tabellarisch auf und aktualisiert sie in regelmäßigen Intervallen. In dieser Darstellung können dann einzelne Spalten, zum Beispiel für lokale Ports oder Verbindungsstatus, ein- bzw. ausgeblendet werden. Auf Wunsch löst Mowie alle IP-Adressen in Rechnernamen auf. Leider bietet Mowie noch nicht die komplette Funktionalität von netstat, dies steht aber genauso auf der To-Do-Liste wie die Unterstützung von Plug-Ins.

Ein anderes, besonders für Administratoren von Firewalls interessantes Gnome-Programm ist IP Sorcery (http://www.informony.com/ipsorcery.html). Mit Hilfe dieses Programmes lassen sich über ein grafisches Front-End bequem beliebige TCP/IP-Pakete generieren und verschicken. So können Sie das Verhalten Ihrer Firewall bei kritischen Datenpaketen testen oder kontrollieren, ob die neueste Version eines Daemons noch bekannte Fehler enthält. Selbstverständlich lassen sich alle Paketkonfigurationen speichern, so dass Sie jederzeit Ihre Versuchsreihe unter den gleichen Bedingungen fortsetzen können. Da IP Sorcery auch komplett über Kommandozeilenparameter konfigurierbar ist, eignet es sich bestens zum Einsatz mit eigenen Testskripten. Regelmäßige Netzkontrollen ließen sich so automatisieren – das macht IP Sorcery zu einem weiteren Baustein für mehr Netzwerksicherheit.

Abbildung 1: Mowie listet alle bestehenden Verbindungen auf.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 09/2016: Ciao, Windows!

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

NOKIA N900 einziges Linux-Smartphone? Kein Support mehr
Wimpy *, 28.08.2016 11:09, 1 Antworten
Ich habe seit vielen Jahren ein Nokia N900 mit Maemo-Linux. Es funktioniert einwandfrei, aber ich...
Scannen nicht möglich
Werner Hahn, 19.08.2016 22:33, 3 Antworten
Laptop DELL Latitude E6510 mit Ubuntu 16,04, Canon Pixma MG5450. Das Drucken funktioniert, Scann...
Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...