Nachdem wir im ersten Teil des Workshops zu Linux-Programmierung mit Kylix eine kurze Einführung sowie Kurzübersicht zu Kylix und die Voraussetzungen, Bezugsmöglichkeiten sowie Installation besprochen haben, kümmern wir uns in dem zweiten Teil intensiver um die Oberfläche von Kylix. Das umfasst im Schwerpunkt den Objektinspektor, den Editor, die Komponentenpalette sowie den Formulardesigner.
Ebenso sprechen wir die Arbeit mit Projekten, die verschiedenen Arten der Kylix-Dateien und die Assistenten zur Erstellung von unterschiedlichen Dateitypen an. Das passiert anhand eines praktischen Beispiels auf Basis der Grundkomponenten von Kylix.
Kylix-Projekte
Das Herz von Kylix-Programmierung bilden so genannte Projekte. Bei einer projektorientierten Programmierumgebung fasst man ein die Bestandteile eines Programms zusammen, das nicht nur aus einer oder mehreren Quelltextdateien, sondern beispielsweise auch aus Grafiken bestehen kann. Alle verwendeten Dateien verwaltet Kylix gemeinsam.
Ebenso ist es üblich, das Aussehen eines Formulars in eine eigene Datei abzulegen. Zudem werden eine ganze Reihe von Konfigurationsinformationen der Programmierumgebung zu einem Projekt gezählt und in Begleitdateien gespeichert. Darunter fällt zum Beispiel die Anordnung der IDE-Fenster.
Ein Projekt enthält zahlreiche Dateien, die Sie in der Kylix-IDE nicht unmittelbar sehen und manuell gar nicht berühren müssen. Kylix generiert diese im Hintergrund. Viele Dateien liegen aber in Klartextform vor und können mit jedem beliebigen Editor angesehen und auch geändert werden, obgleich das ziemlich gefährlich sein kann, wenn man sich mit der Syntax nicht auskennt.
Projekte per Mausklick
Grundsätzlich bedeutet das Erstellen eines Linux-Programms mit Kylix also, dass wir erst einmal ein Projekt erstellen. Aus dem Projekt generieren wir das Programm oder eine andere Form von Kylix-Code. Die Kylix-IDE stellt mit der Projektverwaltung im Menü Ansicht eine integrierte Verwaltung für diese Dateien zur Verfügung.
In der Praxis startet Kylix mit einem leeren Projekt für eine Applikation, wenn Sie das Programm starten. Tun wir das. Sie sehen wieder die IDE, wie wir sie schon im ersten Teil von dem Workshop verwendet haben.
Alternativ können Sie über das Menü Datei und dort mit dem Punkt Neu... oder den darunter befindlichen Assistenten im Rahmen der so genannten Objektgalerie eine Vorlage auswählen, über die Sie eine spezielle Form an Kylix-Code generieren.
Das kann eine Applikation, ein Formular, ein Datenmodul, eine Projektschablone oder ein spezieller Experte sein, den Sie als Ausgangspunkt für Ihre Anwendung verwenden wollen. Was alles möglich ist, hängt von der Kylix-Version ab.
Wir wollen als Erstes das noch nicht von uns erweiterte - also von Kylix beim Start automatisch generierte - Projekt speichern. Gehen Sie in das Datei-Menü und wählen Sie dort den Befehl Projekt speichern unter ....
In den folgenden Dialogen vergeben Sie für die in dem Projekt vorhandenen Dateien Namen und Speicherungsorte. Bei dem Default-Projekt von Kylix sind das die Dateien Unit1.pas und Project1.dpr. Diese Namen sind voreingestellt. Sie können die Namen natürlich ändern.



