Home / LinuxUser / 2003 / 01 / Dr. Linux

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Nachhilfe für Woody

Dr. Linux

Bitte auf Deutsch!

Auf meiner letzten Linux-Distribution gaben alle möglichen Kommandozeilenprogramme ihre Ausgaben auf Deutsch aus. Wie überzeuge ich Woody davon, sich auch so zu verhalten?

Dr. Linux: Vorausgesetzt, der Superuser hat das Paket language-env installiert, kann jeder Anwender den Befehl set-language-env absetzen, um individuell die für ihn geeignete sprachliche Unterstützung anzufordern (Abbildung 6). Entsprechend den per Dialog abgefragten Einstellungen modifiziert dieses kleine Tool eine Reihe persönlicher Konfigurationsdateien. Diese Änderungen werden nach dem nächsten Login wirksam.

Abbildung 6: set-language-env erfragt die gewünschte Ausgabesprache

Zudem untersucht set-language-env das System und gibt Ratschläge, welche Pakete root noch installieren sollte, um den Usern bestmögliche Unterstützung ihrer Lieblingssprache zu bieten:

Folgende Pakete werden ergaenzend zur Installation vorgeschlagen:
xfonts-base-transcoded, xfonts-100dpi-transcoded, xfonts-75dpi-transcoded
Druecken Sie [Enter] um das Programm zu beenden.

Ohne die im Beispiel vorgeschlagenen Pakete fehlen grafischen Oberflächen/Programmen Fonts, die beispielsweise alle Zeichen des oben erwähnten Zeichensatzes ISO 8859-15 darstellen können – komische Ersatzzeichen etwa für den Euro sind die Folge. Abbildung 7 zeigt, welche Auswahlmöglichkeiten sich nach Installation dieser Schriften im KDE-Kontrollzentrum bieten.

KDE, komm sprich mit mir!

Nach der Woody-Installation musste ich feststellen, dass KDE nicht deutschsprachig eingestellt werden kann. Das kann doch wohl nicht wahr sein?!

Dr. Linux: Damit das KDE-Kontrollzentrum eine bestimmte Sprache zur Auswahl anbietet, muss das entsprechende Sprachpaket vorhanden sein. Kam dieses bei der Installation nicht durch automatische oder manuelle Auswahl "von selbst" auf's System, ist Nachinstallieren angesagt. Die entsprechenden Debian-Pakete heißen kde-i18n-xy, wobei xy für eine Sprachkennung (de für "deutsch", fr für "französisch" usw.) steht. Soll KDE sich bei Ihnen auf Deutsch melden, installieren Sie also als root das Paket kde-i18n-de. Dann lässt auch das Kontrollzentrum mit sich reden (Abbildung 7).

Abbildung 7: Das KDE-Kontrollzentrum mit der Sprachauswahl

Glossar

APT

Unter dem Namen "Advanced Package Tool" versammeln sich die Paketverwaltungswerkzeuge von Debian [1,2]. Mit diesem Paketmanagementsystem lässt sich beispielsweise – je nach Konfiguration online oder offline – für Debian gepackte Software einspielen und deinstallieren. Auch ein Upgrade auf andere Distributionsversionen ist möglich.

main

Alle Pakete aus dieser Kategorie dürfen frei verteilt werden; der Quellcode liegt vor. Main umfasst den Hauptteil der Debian-Distribution.

contrib

Diese Kategorie enthält Pakete, die selbst freie Software sind, aber nur im Zusammenhang mit Bibliotheken oder Programmen laufen, die anderen Lizenzen unterliegen.

non-free

Die Verwendung nicht-freier Pakete kann an bestimmte Bedingungen gebunden sein, zum Beispiel erlaubt der Autor einer Software die freie Verteilung auf CDs nicht oder bittet in irgendeiner Form um Bezahlung.

non-US

Der Name dieser Kategorie bezieht sich nicht auf die Sprache, sondern auf den Export der Software aus den USA. Wenn dieser verboten oder Einschränkungen unterworfen ist (in der Regel weil sie wie SSH oder PGP starke Verschlüsselung benutzt), liegt sie auf separaten (etwa europäischen) Servern zum Download bereit.

auskommentiert

In Skripten und vielen Konfigurationsdateien besteht die Möglichkeit, Zeilen vom einlesenden Programm ignorieren zu lassen, indem das Zeichen # an den Anfang einer Zeile gesetzt wird. So markiert, können Sie Erklärungen in eine Datei einzufügen, ohne dass deren Funktion beeinträchtigt wird. Diese Zusatzinformationen bleiben weiterhin für den Menschen sichtbar, werden bei der "maschinellen" Auswertung der Datei aber ignoriert. Das Hinzufügen des Kommentarzeichens wird als Auskommentieren bezeichnet.

Locale-Variablen

Diese Variablen legen fest, ob die Ausgabe von Programmen regionalen Besonderheiten folgen soll. Sie bestimmen die Sprache der Systemmeldungen, den zur Anzeige zu verwendenden Zeichensatz, das Format für Datum und Uhrzeit, Zahlen und Geld. Programme müssen in der Lage sein, auf die entsprechenden Einstellungen zu reagieren, um in unterschiedlichen Ländern und Regionen eingesetzt werden zu können.

Infos

[1] Martin Loschwitz: "apt-get it on", LinuxUser 06/2001, S. 90 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2001/06/090-apt/apt-report.html

[2] Martin Loschwitz: "Packman", Linux-Magazin 07/2002, S. 65 ff.

[3] Christian Kurz, Jo Moskalewski, Matthias Friedrich: "Informationen für Debian-Interessierte", http://www.dcoul.de/infos/debian.html

[4] Frank Ronneburg : "Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch", http://www.openoffice.de/linux/buch/

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...