Ein Saurier frisst alles
Debian-Pakete für den Zaurus-PDA von Sharp
Nicht für grafische Programme
Unglücklicherweise funktioniert die beschriebene Methode nicht für GUI-Programme: Die Debian-ARM-Distribution nutzt wie jedes normale Linux das X Window System als Grundlage der grafischen Oberfläche – der Zaurus jedoch setzt auf den Framebuffer mit Qtopia-Oberfläche. Abhilfe schafft nur die mühselige Installation eines X-Servers auf dem Zaurus, doch der läuft langsamer und lässt sich auch nur alternativ zur Qtopia-Oberfläche benutzen.
Dennoch zahlt sich die Arbeit des Debian-Projekts auch für Zaurus-Nutzer aus: So manches Kommandozeilenprogramm, das es noch nicht als natives Zaurus-Paket gibt, lässt sich problemlos installieren, ohne es aufwändig selbst kompilieren zu müssen.
Glossar
Zaurus
Den Namen dieses Linux-PDAs leitet Hersteller Sharp von "Dinosaurus" ab. Er wird mittlerweile bereits für 399 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) verkauft; das Nachfolgemodell ist schon in Sicht.
Compiler
Ein Programm, das eine Sprache in eine andere transformiert, meistens eine Hochsprache wie C in den Maschinencode, den ein Prozessor ausführen kann.
Infos
[1] Dirk Materlik: "Saurier im Netz", LinuxUser 09/2002, S. 58 ff.
[2] Carsten Niehaus: "Zwergen-Desktop", LinuxUser 10/2002, S. 58 ff.
[3] Nano: http://www.nano-editor.org/
[4] Aufsetzen eines Crosscompilers für den Zaurus (englisch): http://www.zauruszone.com/howtos/linux_compiler_setup_howto.shtml
[5] C und C++ direkt auf dem Zaurus kompilieren (englisch): http://www.zauruszone.com/howtos/compiling_on_the_zaurus.shtml
[6] Debian-Paketverzeichnis: http://packages.debian.org/
[7] Debian-FTP-Server in Deutschland: ftp://ftp.de.debian.org/
[8] Dirk Materlik: "Saurier in freier Wildbahn", LinuxUser 08/2002, S. 56 ff.



