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DVDs abgespeckt

DVDs kopieren mit dvd::rip und transcode

01.01.2003 Regelmäßige LinuxUser-Leser kennen das hier vorgestellte Software-Gespann vermutlich schon, aber seit unseren letzten Artikeln zum Thema dvd::rip und transcode hat sich bei beiden Programmpaketen so viel getan, dass deren genauere Betrachtung beim DVD-Schwerpunkt nicht fehlen darf. Die wichtigsten Neuigkeiten sind (S)VCD-Generierung, OGG-Dateiformat, mehrsprachige Videos, Untertitel, dynamische Audio-Filter und vieles mehr…

Dieser Artikel beschreibt, was Sie bei der Installation der beteiligten Programme beachten sollten, und führt in die wichtigsten neuen Features ein. Die Lektüre unseres ersten Artikels zum Thema [1] ist zu empfehlen, weswegen Sie ihn auch auf der Heft-CD finden [2].

Seit unserer April-Ausgabe 2002 haben sowohl transcode [4] als auch dvd::rip [5] einige Versionssprünge hinter sich gebracht: dvd::rip liegt mittlerweile in Version 0.48.2 vor; bei transcode ist 0.6.2 die derzeit stabile Ausgabe.

transcode-Installation

Der Artikel [1] beschreibt recht ausführlich, wie man transcode übersetzt und installiert. Das ist mittlerweile aber eigentlich nicht mehr notwendig, da es für fast jede Linux-Distribution aktuelle Installationspakete gibt. Da transcode eine nicht unerhebliche Zahl von Abhängigkeiten mit sich bringt, empfiehlt es sich – wo möglich – auf diese Pakete zurückzugreifen. Tabelle 1 listet die Download-Adressen für die verschiedenen Linux-Distributionen auf. dvd::rip unterstützt transcode 0.6.0 bis 0.6.2; um alle Features nutzen zu können, wird mindestens der Einsatz von transcode 0.6.2.20021114 empfohlen.

Tabelle 1: Installationspakete für <I>transcode<I> und dvd::rip

Debian http://marillat.free.fr/
SuSE http://www6.informatik.uni-erlangen.de/~rainer/rpms/
Mandrake http://plf.zarb.org/
RedHat http://freshrpms.net/
RedHat (nur 8.0) http://messlab.sourceforge.net/ (Dieses Repository enthält immer die aktuellen Snapshots, auch von Beta- und Vorabversionen.)

Wer transcode doch lieber selbst übersetzen möchte, sollte beachten, dass nicht alle transcode-Module für das Kopieren von DVDs notwendig sind: Folgende Module können ohne weiteres weg gelassen werden: ImageMagick, avifile, libjpeg, libxml2, libfame, v4l, liblzo, MPlayer/libpostproc und quicktime. Das erleichtert die Installation doch erheblich, da die zu den oben genannten Modulen gehörenden Bibliotheken nicht vorhanden sein müssen. Wer OGG/Vorbis-Dateien erzeugen möchte, braucht Version 1.0.0 der Ogg-Bibliotheken, die aber bei jeder aktuellen Linux-Distribution mitgeliefert werden.

dvd::rip-Installation

Da dvd::rip als Perl-Modul daherkommt, ist die Installation per Source-Download recht einfach:

perl Makefile.PL; make test; make install

Lediglich das Perl-Gtk-Modul wird vorausgesetzt, es ist im Lieferumfang aktueller Linux-Distributionen enthalten. Allerdings benötigen aktuelle dvd::rip-Versionen über transcode hinaus noch einige weitere Programmpakete, wenn alle Features genutzt werden sollen.

Tabelle 2 listet alle Zusatzpakete auf, die für den vollen Funktionsumfang von dvd::rip installiert sein müssen.

Die ogmtools ermöglichen die Generierung von OGG-Video-Dateien mit Vorbis Audio. subtitleripper wird für die Generierung von Untertiteln benötigt und wird bei transcode mitgeliefert (im contrib/ Ordner). Hier muss es aber mindestens die Version von transcode 0.6.2.20021017 sein, ältere subtitleripper Versionen werden nicht unterstützt. Das rar Archivprogramm wird benutzt, um gepackte vobsub Untertitel zu generieren. mkisofs, cdrecord, vcdimager und cdrdao sollten bei jeder aktuellen Linux Distribution dabei sein und werden auch nur benötigt, wenn Sie das dvd::rip CD-Brenn-Modul verwenden möchten. Die beiden in der Tabelle aufgeführten Perl Module werden nur gebraucht, wenn Sie den Cluster Modus [3] verwenden möchten.

Diese Liste der zusätzlich von dvd::rip genutzten Programme lässt schon einige der neuen Features erahnen, die wir nun genauer unter die Lupe nehmen.

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