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Freudenfeuer

DVD-Brenner unter Linux betreiben

01.01.2003 Die CD ist als Datenträger zu klein geworden, in Zeiten von DivX und MPEG-Videos sind 700 MB nicht gerade üppig. Doch welcher Brenner soll es sein? Drei Formate buhlen um die Gunst der Käufer. Wir sagen Ihnen, was die Standards bedeuten und wie sie unter Linux DVDs brennen.

Im Vergleich zur CD mit 700 MB klingen die 4,7 GB einer DVD riesig. Doch die Hersteller von DVD-Medien rechnen mit den gleichen "Megabytes" wie die Festplatten-Hersteller [1]: Ein Gigabyte sind dort genau eine Milliarde Bytes, die 4,7 "Gigabytes" einer DVD entsprechen also ziemlich genau 4482 MB – bei den CDs waren es noch ehrliche 700 MB. Die Preise für eine DVD variieren mit dem Format: Eine einmal beschreibbare DVD-R gibt es schon für knapp einen Euro, mehrfach beschreibbare DVD-RW kosten ab 1,50 Euro aufwärts. DVD+R sind mit rund drei Euro doppelt so teuer, und die wiederbeschreibbaren DVD+RW kosten etwa vier Euro. Dabei können lediglich DVD-Rohlinge für Video, Daten oder "for general use" benutzt werden; die DVD-R "for authoring" mit 3,95 oder 4,7 GB können ausschließlich von speziellen Brennern beschrieben werden.

Die Standards

Große Verunsicherung herrscht bei den DVD-Standards. Die ersten Laufwerke konnten DVD-RAM schreiben, das ist ein Disketten-ähnliches Format, das außer dem Namen allerdings nicht mehr viel mit einer gepressten DVD zu tun hat. Der auffälligste Unterschied war, dass die Scheiben wie eine 3,5-Zoll-Diskette in einem "housing" verpackt waren. Heute verzichtet man auf das Gehäuse, gebräuchlich sind allerdings doppelseitige Medien, die man außer am Innenring nicht mehr beschriften kann. Es gibt nur sehr wenige DVD-Laufwerke und noch weniger Stand-Alone-Player, die DVD-RAM überhaupt verarbeiten können. Der Hauptanwendungszweck des RAM-Formats liegt in Backup- und besonders großen Datenspeichersystemen.

Plus oder Minus?

Die Standards DVD-Plus (umfasst DVD+R und DVD+RW) und DVD-Minus (umfasst DVD-R und DVD-RW) verwenden Medien mit dem gleichen Aufbau, sie unterscheiden sich in der Vorformatierung. Eine DVD besteht aus den gleichen Materialien wie eine CD-RW, auch der Aufbau ist fast der gleiche. Die größten Unterschiede sind die höhere Datendichte der DVD und geringere Dicke der Schichten: Bei CDs sitzt die Reflexionsschicht direkt unter dem aufgedruckten Label, bei DVDs sitzt sie in der Mitte der Scheibe. In der Tat handelt es sich um zwei Scheiben mit je 0,6 mm Dicke, die einfach aufeinander geklebt sind. Bei einseitigen DVDs ist die Oberseite eine einfache Polycarbonat-Scheibe, bei zweiseitigen DVDs wird einfach eine zweite Datenscheibe um 180 Grad gedreht auf die erste geklebt. Abbildung 1 zeigt eine einseitige DVD, deutlich sind die Kleberspuren auf der Datenscheibe (rechts, silberne Reflexionsschicht) zu sehen. Insgesamt ist die so laminierte DVD genauso dick wie eine CD.

Abbildung 1: Eine DVD besteht aus zwei Scheiben, die einfach aufeinander geklebt werden – deutlich sind die Kleber-Spuren auf der Daten-Scheibe (rechts, silbern) zu sehen. Insgesamt ist die DVD dann so dick wie eine CD

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 03/2012

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