Dies Bildnis ist bezaubernd schön
CD-Images erzeugen mit dd und mkisofs
Boot-fähige CDs
Eine weitere wichtige Option ist -b zum Anlegen einer Boot-CD. Die Datei, welche durch -b spezifiziert wird, muss 1,2 MB, 1,44 MB oder 2,88 MB groß und das Image einer Bootdiskette sein – Voraussetzung ist natürlich, dass innerhalb der ersten 512 Bytes der Boot-Sektor liegt. Zusätzlich sollten Sie immer auch die Option -c verwenden, die relativ zum Root-Verzeichnis der CD eine (noch nicht vorhandene) Datei angibt, die als Boot-Katalog erzeugt wird, z. B. mkisofs -c images/boot.cat.
Mit der Option -V setzen Sie eine VolumeID, also den "Namen" der CD, z. B. -V "Backup vom 01. Dezember 2002". Typische LinuxUser-Heft-CD-Images werden beispielsweise mit der folgenden Befehlszeile erzeugt:
mkisofs -V "LU 01-2003" -J -r -P "Linux New Media" \ -b Boot/cdrom.img -c Boot/boot.cat \ -o lu-2003-01.iso lu01/
isolinux
Die Möglichkeiten, die ein 1,44 MByte großes Boot-Disk-Image bietet, sind beschränkt – sollen neben dem Kernel noch Module auf dieses Image, wird es eng. Eine Alternative bietet das Isolinux-System (http://syslinux.zytor.com/iso.php), das eine Weiterentwicklung des Boot-Loaders SysLinux für Disketten ist. Über eine Konfigurationsdatei kann ein beliebiger Kernel aktiviert werden, der auf dem CD-Dateisystem liegt. Auch RAM-Disks, die beim Linux-Start geladen werden sollen, lassen sich hier direkt von der CD laden. Das Boot-Menü von Isolinux wird über eine Konfigurationsdatei isolinux/islinux.cfg eingerichtet, in der (ähnlich wie in der LILO-Konfiguration) Abschnitte der Form
label linux kernel vmlinuz append initrd=disk.rdz ramdisk_size=32000 root=/dev/ram3 vga=788 automatic=method:cdrom
zu finden sind. Dabei liegen der Kernel vmlinuz und die RAM-Disk disk.rdz im Verzeichnis /isolinux der CD-ROM; es können auch Unterverzeichnisse von /isolinux verwendet werden.
Ein CD-Image mit Isolinux-Bootloader wird nun über den folgenden mkisofs-Aufruf erzeugt:
mkisofs -J -r -b isolinux/isolinux.bin \ -c isolinux/boot.cat \ -no-emul-boot -boot-load-size 4 \ -boot-info-table \ -o output.iso verzeichnis/



