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Es weihnachtet sehr

deskTOPia: xsnow und xfireworks

Happy New Year

Wie der Name schon verrät, projiziert xfireworks ein Feuerwerk auf den Desktop-Hintergrund. Der Programmierer Hiroaki Sakai hatte allerdings weniger Sylvester, sondern "Hanabi Taikai" im Sinn. Dabei handelt es sich um ein in Japan sehr populäres Ereignis, welches im Sommer auf verschiedenen Flüssen des Landes zelebriert wird. Da das Feuerwerk Bestandteil beider Feste ist, erscheint eine auf unsere Breitengrade angepasste Zweckentfremdung statthaft.

Wie xsnow lässt sich xfireworks über verschiedene Parameter konfigurieren, doch auch ein Aufruf des Programms ohne Parameter ist recht eindrucksvoll (Abbildung 2).

Abbildung 2: xfireworks auf schwarzem Desktop-Hintergrund

Am besten sieht ein solches Feuerwerk auf schwarzem Hintergrund aus. Sollten Sie eine andere Hintergrundfarbe eingestellt haben, weisen Sie xfireworks mit

xfireworks -bg black &

explizit an, einen schwarzen Hintergrund zu nutzen. KDE-Nutzer bleiben allerdings außen vor – die Desktop-Umgebung spielt mit dem Feuerwerker einfach nicht zusammen.

Obwohl die Default-Einstellungen des Programms vernünftig gewählt sind, ist weiteres Finetuning möglich. An welchen Parametern Sie schrauben möchten, hängt nicht zuletzt von der Ausstattung Ihres Rechners ab, da einige Einstellungen CPU und Grafikkarte stark belasten können. Einen ausreichend schnellen Rechner vorausgesetzt, erzielen Sie mit

xfireworks -probability 200 -fine 200 -after-image 125 -color-length 150 &

sehr schöne Ergebnisse. Durch Verwendung der Option -probability wird die Anzahl der zu zündenden Raketen heraufgesetzt. Der erhöhte Wert des Parameters -fine sorgt für eine realistische, geschmeidig gezeichnete Explosion, -after-image legt die Länge des Nachglühens fest, und -color-length erhöht die Zeitspanne bis zum endgültigen Verglühen der Funken.

Bei Rechnern älterer Bauart bietet es sich an, die Werte für -after-image und -fine herabzusetzen, wobei 65--80 recht gute Werte darstellen. Unterschreitet man diese, hat das gebotene Spektakel nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Feuerwerk, sondern erinnert mehr an karnevalistisches Konfettiwerfen. Sollte es bei der Programmausführung zu Grafikfehlern kommen, können Sie die Option -no-direct-draw ausprobieren. Dann zeichnet xfireworks nicht mehr direkt auf das Root Window, sondern schreibt das jeweils aktuelle Bild in eine Datei, die als /ständig wechselndes) Hintergrundbild verwendet wird.

Die Beschreibung der einzelnen Feuerwerkskörper finden Sie (wenn Sie das Makefile wie in Kasten 1 beschrieben angepasst haben) in der Datei /usr/local/etc/xfireworks.conf. Diese können Sie als Vorlage für eigene Feuerwerke verwenden. Mit dem Aufruf

xfireworks -f myfireworks.conf &

weisen Sie xfireworks an, die Beschreibungen aus myfireworks.conf zu verwenden. Oder aber Sie nutzen Feuerwerke, die Sie auf der (japanischen) Web-Seite des Autors [3] bzw. auf der Heft-CD finden.

Glossar

Root Window

Die Mutter aller Fenster eines Desktops. Dieses "Wurzel-Fenster", von dem sich alle anderen ableiten, hat keinen Rahmen, sondern bildet den Desktop-Hintergrund.

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LinuxUser 06/2012

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