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Runderneuert

SuSE Linux 8.1 Personal Edition im Test

Fazit

Die SuSE Linux 8.1 Personal Edition hinterlässt einen guten Eindruck. Die Hardware-Erkennung wurde weiter verbessert, der Fehler in der WLAN-Konfiguration ist verzeihlich und könnte von SuSE über das YaST-Online-Update schnell behoben werden. Deutlich problematischer sind die teilweise fehlenden Entwicklungsbibliotheken und der neue, zum Vorgänger leicht inkompatible GCC 3.2. Das Selbst-Kompilieren von Programmen wird damit weiter erschwert. Wer häufig und gern Programme selbst übersetzt, sollte daher besser zur Professional Edition greifen. Die Entscheidung, statt KonCD K3b als Standard-Brennprogramm zu etablieren, ist richtig: Mit KonCD gelang es uns nicht, auch nur eine CD zu brennen, ohne den KDE-Crash-Manager zu Gesicht zu bekommen.

United Linux 1.0 RC

Kurz vor Redaktionsschluss konnten wir noch einen Blick auf den Release Candidate von United Linux 1.0 werfen. Diese für den professionellen Einsatz gedachte Distributionsbasis ist ein Gemeinschaftsprojekt von SuSE, Conectiva, Caldera/SCO und Turbo-Linux; für die Entwicklung ist SuSE allein zuständig.

United Linux 1.0 RC ist eine Distributionsbasis, sie enthält alle notwendigen Pakete für ein atmendes, lebendes Linux-System inklusive Installer und Konfigurationswerkzeugen – Anwendungsprogramme sucht man aber meist vergeblich. Jeder der vier Partner plant, United Linux als Grundstein für die eigene Distribution zu verwenden und dann die gewünschten Zusatzpakete aufzusatteln.

Der erste Test zeigt, dass es sich bei United Linux um ein SuSE Linux 8.1 handelt – oder umgekehrt. Sämtliche Pakete haben dieselbe Versionsnummer, lediglich der Distributionsumfang und die Paketserien im Installationsprogramm unterscheiden sich. Auch wird United Linux 1.0 voraussichtlich verschiedene Zertifikate anderer Hersteller für die geprüfte Kompatibilität erhalten, daran dürften neben Oracle (Datenbanken) auch IBM und Fujitsu-Siemens beteiligt sein.

Noch ist unklar, ob United Linux nur als Basis für die professionellen (Enterprise-) Distributionen verwendet wird, oder nach und nach die Grundlage für alle Distributionen der vier Firmen bildet – sinnvoll wäre es, neben der Vereinheitlichung der vier Distributionen würden sich die Hersteller drei mal Entwicklungs-, Pflege- und Support-Kosten sparen.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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