Runderneuert
SuSE Linux 8.1 Personal Edition im Test
Bennen automatisiert
Eine pfiffige Lösung hat SuSE bei den CD-Brenner-Icons eingebaut. Liegt eine Daten-CD im Laufwerk, wird sie wie üblich durch Anklicken des goldenen CD-Icons automatisch gemountet und angezeigt. Ist hingegen keine CD oder ein unbeschriebener Rohling im Laufwerk, startet beim Klick auf das Icon automatisch das KDE-3-Brennprogramm K3b.
Beim ersten Start ist das Fenster (wie in Abbildung 3 gezeigt) viel zu klein geraten: Der breite blaue Streifen am unteren Fensterrand ist mitnichten eine Statuszeile, sondern ein normal mittig angeordneter Trenner zwischen dem Dateibrowser oben und dem Projektbereich, der die zu brennenden Daten enthält. Das Fenster muss daher unbedingt nach unten vergrößert werden, sonst sieht man nicht, was man brennt.
Hwscan abschalten
Die automatische Hardware-Erkennung beim Systemstart, hwscan, funktioniert in den meisten Fällen problemlos. Auf einem Testsystem kam es jedoch vor, dass wir mit dem grafischen X-Konfigurator SaX2 keine brauchbare X-Konfiguration erstellen konnten und daher die /etc/X11/XF86Config von Hand ändern mussten. Bei den folgenden Systemstarts stolperte hwscan regelmäßig über diese geänderte Konfiguration und schlug vor, X erneut einzurichten – das Ergebnis war stets eine unbrauchbare Konfiguration.
Ähnliche Probleme können bei manchen Maus-Modellen auftreten, weshalb es sinnvoll sein kann, hwscan abzuschalten. Dies geht recht einfach über den Runlevel-Editor von YaST 2. In den Runlevel-Eigenschaften wird hwscan lediglich für die Runlevel 2, 3 und 5 deaktiviert. Damit hat der Spuk ein Ende, neue Hardware wie etwa eine neue Grafikkarte wird allerdings zukünftig nicht mehr erkannt. Es kann dann notwendig sein, von Zeit zu Zeit hwscan erneut zu aktivieren.



