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Grip – Songs in einem Rutsch kodiert

Viele Wege führen nach Rom – so auch das Umwandeln von Audio-Dateien einer CD in das beliebte MP3-Format. Der Kommandozeilen-Fan liest die CD manuell mit cdparanoia ein und kodiert die wav-Dateien anschließend mit lame oder oggenc. Bequemer geht es hingegen mit dem Frontend Grip (http://www.nostatic.org/grip/), ein GTK-basierte CD-Player und -Ripper.

Die Oberfläche ist einfach und übersichtlich. Direkt nach dem Einlegen einer Audio-CD startet Grip eine Anfrage an die Internet-Musikdatenbank http://www.freedb.org/. Ist die CD bekannt, erscheint die Titelliste mit dem jeweiligen Namen und der Laufzeit anstelle der Spurnummer im Grip-Auswahlfenster. Mit der rechten Maustaste lassen sich die Songs markieren. Diese können dann kodiert oder einfach nur in eine wav-Datei ausgelesen werden. Anhand der ermittelten Daten erstellt Grip auch die Datei- und Verzeichnisnamen automatisch zusammen. In welcher Reihenfolge Interpret und Titel in den Datei- oder Verzeichnisnamen einfließen, lässt sich dabei in der Konfiguration individuell festlegen.

Ebenfalls konfigurierbar ist das zu verwendende Kodierungsprogramm. Zwar enthält Grip bereits Voreinstellungen für die bekanntesten Encoder, wie z. B. lame, gogo oder oggenc, aber auch andere Tools lassen sich bei Bedarf einbinden, sofern diese via Kommandozeilenparameter konfigurierbar sind. Damit ist der Benutzer auf kein Format festgelegt und kann auch zukünftige Encoder verwenden. Auf Wunsch legt Grip nach der Kodierung noch eine Playlist mit der Endung .m3u an, die von den meisten gängigen MP3-Playern erkannt und unterstützt wird.

Somit bleiben eigentlich kaum Wünsche offen, und die MP3-Kodierung ganzer CDs ist, einen schnellen Prozessor und eine schnelles CD-ROM-Laufwerk vorausgesetzt, mit ein paar Klicks in wenigen Minuten erledigt.

Abbildung 4: Sauber gelistet – Tracks in Grip

Abbildung 5: Kodieren per Mausklick

JPhotobrush, Bildbearbeitung mit Java

Im ersten Augenblick erinnert der Name JPhotobrush (http://www.tanveer.freeservers.com/programming/JPhotoBrush.htm) ein wenig an Bildbearbeitungsprogramme, wie Photoshop oder Paintbrush. Eine Assoziation, die sicher teilweise gewollt ist, und auf den ersten Blick ist eine gewisse Ähnlichkeit mit Photoshop sicherlich auch vorhanden. Jedoch lässt der erhebliche Unterschied im Funktionsumfang eher einen Vergleich mit Paintbrush als mit Photoshop zu.

Im Vergleich zu Paintbrush bietet JPhotobrush neben den üblichen Zeichenfunktionen und geometrischen Objekten eine ganze Reihe von Filtern und Effekten. Neben dem Schärfen und Glätten von Bildern hat der Benutzer auch die Möglichkeit, interessante Effekte, wie z. B. Wellen, Mosaike oder Diffusionen zu erzeugen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass JPhotobrush jeweils nur den letzten Arbeitsschritt rückgängig machen kann. Stellt man erst später einen Fehler fest, ist das sehr ärgerlich. Abhilfe schafft nur regelmässiges Abspeichern, was bei sehr großen Dateien jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Auswahl an Grafikformaten ist im Augenblick noch relativ eingeschränkt. Zur Zeit unterstützt JPhotobrush in der aktuellen Version 2.0 lediglich sechs verschiedene Formate, darunter JPEG oder PNG, mit der Zeit sollen aber noch weitere implementiert werden. Hinzukommen sollen auch Funktionserweiterungen in Form von Plugins. Benutzer haben dann die Möglichkeit, JPhotoshop nach eigenen Vorstellungen zu erweitern. Eine entsprechende Anleitung befindet sich auf der Website von JPhotoshop.

Alles in allem ist JPhotobrush eine interessante, plattformunabhängige Bildverarbeitungs-Software, deren Funktionsumfang für den Heim- und Hobby-Bereich völlig ausreicht. Wer mehr möchte, kommt allerdings an Gimp nicht vorbei.

Abbildung 6: Malen in Java – JPhotobrush

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