Software
JPilot: Linux und der Palm
Für viele ist der Personal Digital Assistent (kurz PDA) ebenso wie das Handy fester Bestandteil des Alltags. Was vor sechs Jahren mit dem Palm Pilot seinen Anfang nahm, mauserte sich im Laufe der Zeit zu einem Notebook im Westentaschenformat, dessen Daten natürlich auch mit dem heimischen PC abgeglichen werden sollen. Zu diesem Zweck gehört bei allen PDA-Herstellern entsprechende Windows-Software zum Lieferumfang. Linux-Programme suchte man bis dato eher vergebens. Doch wie üblich weiß sich die Linux-Gemeinde auch diesmal zu helfen. Für die weitverbreiteten PDAs der Palm-Reihe gibt es mit JPilot eine Verwaltungs-Software, die sich gegenüber Windows-Tools nicht verstecken muss.
Genau genommen ist JPilot (http://jpilot.org/) ein grafisches Frontend, das auf pilot-link ( http://www.pilot-link.org), einer Programm- und Bibliothekensammlung zur Synchronisation zwischen Rechner und Palm Pilot, aufsetzt. So wird die Verwaltung der Palm-Daten dank der übersichtlichen Oberfläche zum Kinderspiel, und Änderungen im Adressbuch lassen sich genauso schnell vornehmen wie das Anlegen neuer Notizen. Auch die Installation neuer Programme auf dem Palm ist dank JPilot schnell erledigt. Sie sollten jedoch darauf achten, dass das installierte Programm für Ihre PalmOS-Version geeignet ist, um böse Folgen zu vermeiden. Damit sich in einem solchen Fall der Schaden in Grenzen hält, lassen sich mit JPilot auch Sicherungen aller Palm-Daten vornehmen, was abhängig von der Menge schon mal einige Minuten dauern kann. Neben diesen Standardfunktionen ist JPilot auch durch Plugins erweiterbar. Zum Beispiel bietet ein Mail-Plugin die Möglichkeit, mit dem Palm geschriebene Mails zu versenden und auf dem Palm empfangene Mails mit dem Rechner abzugleichen.
In der aktuellen Version unterstützt JPilot erstmalig die Synchronisation mit PalmOS 4.x, sowie die Verwendung von USB-Cradles. Allerdings raten die Entwickler in diesem Zusammenhang dringend dazu, die pilot-link Version 0.11.3 oder höher zu verwenden. Mit älteren Version der 0.11.x-Reihe traten wiederholt Probleme auf.
Wie ein Phoenix aus der Asche
Man nehme einen Mozilla, entferne den Mailer, den Composer, den integrierten IRC-Client Chatzilla und reduziere das Programm auf seine Grundfunktion, das Browsen von Websites – fertig ist Phoenix. Jetzt als Version 0.3 ("Lucia") veröffentlicht, bestätigt sich der Eindruck der Vorgängerversionen: Phoenix ist schnell, Phoenix ist stabil und es frisst weniger Speicher als sein hungriger großer Bruder Mozilla.
Auf der Homepage (http://www.mozilla.org/projects/phoenix/) des Projektes finden sich Binaries für Windows und Linux zum Download. Neu in diesem Release sind unter anderem "Image Blocking" (blockiert auf Wunsch Bilder von einem bestimmten Server), bessere Bookmark-Verwaltung und an Mozillas Verhalten angepasstes Tab Browsing. Sollte sich eine Vorgängerversion auf Ihrem Computer befinden, müssen Sie diese eventuell vollständig entfernen, bevor Sie "Lucias" Vorzüge kennenlernen können.



