Gnomogram

News und Programme rund um Gnome

01.12.2002

GTetrinet: Tetris für Profis

Spätestens seit dem Nintendo GameBoy ist das Spiel Tetris jedem ein Begriff, und es gibt kaum jemanden, der nicht schon einmal versucht hat, die fallenden Klötzchen passend anzuordnen. Wem das zu simpel ist, der kann mit GTetrinet (http://gtetrinet.sourceforge.net/) im Internet gegen andere Tetris-Experten antreten.

GTetrinet ist ein Client für das bekannte Tetrinet, ein Netz von Tetris-Servern, also nur für Online-Tetris geeignet. Eine gepflegte Partie gegen den eigenen Rechner ist nicht möglich. Davon abgesehen hat Online-Tetris einen ganz besonderen Reiz. Nach Anmeldung am Tetrinet mit einem beliebigen Namen kann man gegen bis zu sechs Gegner antreten. Die Regeln sind dabei relativ simpel: Jede Klötzchenreihe, die man selbst erfolgreich schließt, verschwindet aus dem eigenen Fenster und erscheint bei allen anderen als oberste Zeile. Es geht also darum, schneller zu sein als der Gegner, will man bei diesem Spiel überhaupt eine Chance haben. Wie beim Ur-Tetris ist das Spiel vorbei, wenn die Klötzchen das obere Ende des Fensters erreichen. Selbstverständlich kann man sich mit seinen Mitspielern in einem eigenen Chat-Fenster auch unterhalten. Wer hingegen gewinnen will, dürfte während des Spiels wohl kaum die Zeit dazu finden. Allerdings kann man hier prima nach einer Niederlage dem Frust Luft machen und Revanche fordern.

Abbildung 1: Tetris im Netz
Abbildung 2: Nach dem Spiel kann man im Chat noch Tipps austauschen

Sodipodi – Vektorgrafik unter Gnome

Im Bereich der Vektorgrafik-Software haben Programme wie Corel Draw, Freehand oder Illustrator noch die Nase vorn. Dennoch haben einige Linux-Projekte vor, diese Domäne zu erobern. Sodipodi (http://sodipodi.sourceforge.net) versucht, dieses Gebiet für Gnome zu besetzen.

Auf den ersten Blick wirkt die freischwebende Icon-Leiste von Sodipodi etwas überladen. Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auf, dass alle Icons zu logischen Gruppen zusammengefasst sind, die sich komfortabel zu einen einzelnen Eintrag zusammenfalten lassen. Dies verbessert die Übersicht erheblich. Selbstverständlich liegen die wichtigsten Funktionen auch im Kontextmenü der rechten Maustaste. Sie brauchen also während der Arbeit nicht den Bildbereich zu verlassen, um beispielsweise zu zoomen oder den Zeichenmodus zu wechseln. Auch das Gruppieren von Objekten, sowie Import und Export, sind mit Funktionen aus dem Kontextmenü möglich.

Im Augenblick unterstützt Sodipodi zwar nur das Abspeichern im SVG Grafikformat, eine Konvertierung in PNG-Dateien ist jedoch mit einem entsprechend gesetzten Kommandozeilenparameter möglich, wenn auch umständlich. Beim Import von Grafiken sieht es schon besser aus. Neben PNG lassen sich auch BMP-, JPEG- und GIF-Bilder problemlos einbinden. Da Sodipodi im Augenblick über keine Hilfefunktion und nur eine sehr spärliche Online-Dokumentation verfügt, hilft im Zweifel nur Ausprobieren. Einige Benutzer machten aus der Not eine Tugend und entwickelten Skripte zur Konvertierung von Grafikformaten. Diese sind auf der Sodipodi Website im Bereich "Tools" zu finden. Im Augenblick existiert ein Skript, um Illustrator-Dateien in SVG zu konvertieren, sowie ein Skript, das Pixelgrafiken (etwa TIF-Dateien) in das Vektorgrafikformat SVG umwandelt. Dazu wird jedoch neben Sodipodi auch eine Gimp-Installation (> 1.2) benötigt.

Abgesehen von der Dateiformat-Problematik lassen sich mit Sodipodi bereits beachtliche Ergebnisse erzielen, die man in einer Gallerie auf der Homepage des Programms bewundern kann. Ob aus Sodipodi jemals ein Corel-Draw-Ersatz wird, bleibt in Anbetracht des Funktionsumfangs von Corel fraglich. Eine interessante Alternative, besonders für kleinere Projekte, ist es aber in jedem Fall.

Abbildung 3: Alles was man zum Zeichnen braucht – die Icon-Leiste von Sodipodi

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