Distri-Bits

Zum Jahresende, da alle großen Distributionen mit ihren neuen Sternen am Linux-Himmel funkeln und die Nächte lang und länger werden, hat der eine oder andere genug Zeit, auch auf die kleineren Lichter zu achten.

Linux macht Schule

Wenn sich eine Distribution wie kmLinux (http://www.lernnetz-sh.de/kmLinux/) speziell an Lehrer und Schüler wendet, ist es Ehrensache, pünktlich zum Schulanfang die neue Ausgabe 3.0 freizugeben. Sie basiert auf SuSE-Linux 8.0 und enthält für den Schuleinsatz interessante Anwendungen wie die Geometrieprogramme Geonext und Zirkel und Lineal, den Simulator LightSpeed, das Periodensystem-Programm gperiodic oder diverse Astronomie-Programme vorinstalliert.

Das km im Namen steht dabei nicht etwa für eine Maßeinheit, sondern für Klaus-Dieter Möller vom Landesbildungsserver Schleswig-Holstein, der das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein Freie Software und Bildung e.V. auf die Beine stellt. Auf dessen Homepage http://fsub.schule.de/linux/suselinux.htm gibt es übrigens SuSE Linux 8.0 (solange der Vorrat reicht) für nicht-kommerzielle, allgemeinbildende und berufsbildende Schulen sowie Fortbildungsinstitutionen unter bestimmten Bedingungen gratis.

In der Vorkonfiguration bietet kmLinux ein Arbeitsplatz-Komplettsystem. Die Distribution ist nicht als Server-System angelegt; soll sie als solches genutzt werden, müssen verschiedene Netzwerkdienste nachkonfiguriert werden. Der Installer legt auf der Festplatte automatisch zwei Partitionen an, wobei ein vorhandenes Windows-System bei Bedarf Platz abgeben kann. Auf 386er-, 486er- und reinen SCSI-Systemen läuft kmLinux 3.0 nicht.

Die kmLinux-Homepage liefert ausführliche Dokumentation. Unter http://www.lernnetz-sh.de/kmLinux/bezug.html steht das 685 MB große ISO zum Download bereit; eine CD für 3,50 Euro plus 2,50 Euro Versand kann bei http://www.iso4linux.de/ bestellt werden.

Nicht mehr ganz "from scratch"

Wer damit liebäugelt, ein Linux-System von Null an aufzusetzen, sich aber noch nicht an Linux From Scratch (http://www.linuxfromscratch.org/, LFS) getraut hat, kann mit LRs-GNU/Linux (http://www.lrs-linux.org/index.de.htm) etwas mogeln. Die jetzt in Version 0.3.0 erschienene Distribution basiert auf LFS 4.0 und setzt Kernel 2.14.19 ein; die Installation gestaltet sich jedoch großteils automatisch. Dabei kompiliert sich das System sozusagen selbst aus dem Quellcode. Mit der sogenannten Hacker-Konsole lässt sich zuvor einstellen, auf welchen Prozessor-Typ optimiert werden soll.

Der Paketmanager LRs-IDUM kommt bereits bei der Installation zur Softwareauswahl zum Einsatz, hilft später beim Einspielen und Löschen von Paketen und kann Tarballs erstellen. An Paketen mit dabei sind unter anderem XFree 4.2.1, WindowMaker 0.80.1 und KDE 3.0.3. Vorbildliche Dokumentation und eine Installationsanleitung bietet die LRs-Web-Seite. Im Download-Bereich finden sich nicht nur die 377 MB großen ISO-Images, hier liegen auch die Tools zum Erstellen von Boot-Disketten bereit.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Schlanker, einfach zu bedienender Server
    Mit der modular aufgebauten Server-Distribution Eisfair-NG konfigurieren und verwalten auch unerfahrene Anwender ohne Schwierigkeiten Systeme und Dienste.
  • eisfair: Ein Internet-Server auf Diskette
    Ein kompletter Internet-, Datei- und Drucker-Server – installiert und konfiguriert in nur wenigen Minuten. Das Ganze soll noch auf Linux basieren, aber keine Linux-Kenntnisse voraussetzen. Ein Traum? Nicht mit eisfair.
  • Server-Distribution Eisfair
    Auf gerade einmal 20 MByte Umfang bietet die Server-Distribution Eisfair genug Substanz, um mit über 100 Anwendungen aus dem Betriebssystem einen modularen Tausendsassa zu machen.
  • Eisbrecher
    Die modular aufgebaute Server-Distribution Eisfair verwandelt selbst museumsreife Rechner im Handumdrehen in vollwertige Internet-Server mit allen Schikanen.
  • Distribits
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 08/2016: Multimedia

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...
Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...
lidl internetstick für linux mint
rolf meyer, 04.06.2016 14:17, 3 Antworten
hallo zusammen ich benötige eure hilfe habe einen lidl-internetstick möchte ihn auf linux mint i...