Home / LinuxUser / 2002 / 11 / out of the box: linklint

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(243 Punkte bei 15 Stimmen)
Re: War doch klar...
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Richtige Links

out of the box: linklint

01.11.2002 Tote Links in Web-Seiten werfen ein schlechtes Licht auf die Betreiber eines Internet-Auftritts. Doch wer macht sich gern die Arbeit, die internen und externen Links händisch zu überprüfen? Sie nicht? Dann sollten Sie sich linklint ansehen.

out of the box

Es gibt tausende Tools und Utilities für Linux. "out of the box" pickt sich die Rosinen raus und stellt pro Monat ein Progrämmchen vor, das wir für schlichtweg unentbehrlich oder aber zu Unrecht wenig beachtet halten.

Wer einen ganzen Zoo von Links in die HTML-Seitenstruktur seiner Web-Präsenz einbaut, kämpft gegen die Flüchtigkeit des Mediums: So mancher Link auf externe Seiten ist schon veraltet, kaum dass er eingebaut wurde. Da bleibt nichts anderes, als die Verweise regelmäßig zu prüfen.

Viele HTML-Editoren enthalten aus diesem Grund Linkchecker, doch die Seiten dort hineinzuladen, obwohl man eigentlich gar nichts ändern will, ist mühsam. Weitaus weniger Arbeit macht es, ein Progrämmchen, das der Unix-Philosophie "ein Tool – eine Aufgabe" folgt, mit der Überprüfung zu beauftragen. Zum Beispiel linklint von James B. Bowlin, ein eigenständiges Programm, das sich gut aus Shell-Skripten aufrufen lässt und seine Aufgabe sehr umfassend erledigen kann.

Installation ohne Hürden

Praktischerweise müssen Sie zur Installation von linklint nichts kompilieren: Das gesamte Programm wurde als Perl-Skript realisiert. Lediglich perl muss installiert sein – dies ist aber bei allen gängigen Linux-Distributionen der Fall.

Unter http://www.linklint.org/ oder auf der Heft-CD finden Sie das Archiv linklint-2.3.5.tar.gz. Die Installation besteht darin, das Archiv zu entpacken und das Skript unter dem Namen linklint in ein Verzeichnis im Suchpfad zu kopieren:

tar xzf linklint-2.3.5.tar.gz
cd linklint-2.3.5
su  (root-Passwort eingeben)

cp linklint-2.3.5 /usr/local/bin/linklint
exit

Als Installationsziel eignet sich /usr/local/bin im /usr/local-Zweig des Dateisystems, weil dieser nicht unter der Kontrolle des distributionseigenen Paketmanagers steht. Die darin befindlichen Verzeichnisse sind explizit für das händische Einspielen von zusätzlichen Programmen, die nicht im Paketformat der jeweiligen Distribution vorliegen, vorgesehen.

Lokalvorstellung

Als erstes Anwendungsbeispiel testen wir eine lokal vorhandene Seitenstruktur. Der Einfachheit halber verwenden wir die Dokumentation zu linklint, die selbst im HTML-Format vorliegt. Vorher sorgen wir allerdings dafür, dass eine Seite fehlt:

cd linklint-2.3.5
mv doc/bugs.html doc/bugz.html

Jetzt lassen wir linklint seines Amtes walten:

linklint -doc report /doc/@

Der Parameter -doc report weist linklint an, ausführliche Logdateien im Verzeichnis report zu erzeugen. Durch /doc/@ teilen wir dem Programm mit, dass es ausgehend vom Verzeichnis doc alle von dort verlinkten Dateien überprüfen soll. Diese Angabe eines so genannten Linksets werden wir noch ausführlich besprechen.

Dass ein Schrägstrich die Verzeichnisangabe einleitet, obwohl sich doc im aktuellen Verzeichnis (und nicht unterhalb des Wurzelverzeichnisses des Dateisystems) befindet, hängt damit zusammen, dass linklint seine Prüflinge von der sogenannten Document Root des Web-Servers ausgehend sucht. Da wir im Beispiel keinen Web-Server verwenden, definiert das Programm das aktuelle Verzeichnis als Wurzel der Web-Präsenz.

Vom Ergebnis des Checks greifen wir uns exemplarisch die Datei errorF.txt heraus (Listing 1). Sie listet alle Dateien auf, die nicht funktionierende Links ("broken links") enthalten. Wie erwartet erkennt linklint, dass bugs.html nicht mehr existiert und zeigt alle Dateien an, die die verschwundene Datei referenzieren.

Listing 1

errorF.txt

file: errorF.txt
date: Thu, 12 Sep 2002 16:32:17 (local)
Linklint version: 2.3.5
#————————————————————
# ERROR   7 files had broken links
#————————————————————
/doc/
[file: /doc/index.html] had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/doc_index.html had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/hints.html had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/howitworks.html had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/index.html had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/inputs.html had 1 broken link /doc/bugs.html
/doc/outputs.html had 1 broken link /doc/bugs.html

Die gleiche Information schreibt linklint auch in eine HTML-Datei gleichen Basisnamens, aus der die jeweils aufgeführten Dateinamen per Link erreichbar sind. Abbildung 1 zeigt das Ergebnis, dargestellt mit dem Netscape Navigator. Wahlweise lässt sich die linklint-Ausgabe mit den Optionen -textonly oder -htmlonly auf Text- oder HTML-Format beschränken.

Abbildung 1: Fehlende Links

Mit einer anderen interessanten Datei haben wir es bei remote.html zu tun. Sie führt alle Links auf, die die lokale Seitenstruktur verlassen und auf externe Web-Server verweisen. In der linklint-Dokumentation sind dies die in Abbildung 2 gelisteten Links.

Abbildung 2: Externe Links

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

320 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 0 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...
Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
Klaus Sigerist, 05.02.2012 11:39, 3 Antworten
Hallo Gemeinde! Ich bin nur ein einfacher Nutzer und habe Probleme mit der Installation von Skyp...
8! Anfängerfrage :) Wie finde ich in Ubuntu die Datenträger (Bild, Text)
samuel leusam, 04.02.2012 15:53, 2 Antworten
Ich habe neu Ubuntu. Wenn ich die SD Karte im Laptop einstecke, erkennt er sie und gibt ihr den N...